24. September 2016

Dance Like Nobody Is Watching

Wenn ich erzähle, dass ich Bücher in Eigenregie veröffentliche, dann kommt meist als erste Frage nicht, was ich schreibe und worüber ich schreibe. Die meisten Menschen fragen zu allererst, ob ich davon lebe und wieviel ich damit verdiene.
Dazu muss ich einfach mal ganz grundlegend sagen, dass ich
  1. … niemals ein Buch schreibe, um es zu verkaufen. Wer es nicht glaubt, dem kann ich nur die zahlreichen Geschichten hier in hunderten Blogeinträgen nahelegen – für diese Form der Kreativität werde ich niemals Geld bekommen und das ist völlig OK so.
  2. … noch nie, egal von welchem Autor, ein gutes Buch mit dem Vorsatz, damit Geld zu verdienen, geschrieben wurde. Die meisten guten Bücher haben Jahre vor ihrem Erfolg existiert und für einen Autor wäre es einfach nur naiv, mit dem Vorsatz, materiellen Erfolg haben zu wollen, ein Buch zu schreiben.
  3. ... ich auch dann Bücher schreiben würde, wenn kein einziger Mensch außer mir sie lesen würde. Kreativität als Ausdruck von Sublimation ist wie ein Grundbedürfnis. Man würde ja auch nicht aufhören zu essen, nur weil einem niemand dabei zusieht. Es gilt also der Vorsatz: „Dance like nobody is watching“.
  4.  ... über ein dickes Fell verfüge, besonders dann, wenn Menschen meine Texte überfliegen, am besten so nebenbei während anderer wichtiger Tätigkeiten und sich dennoch eine Meinung anmaßen. Ich habe mir schon die absurdesten Dinge über mich und mein Schreiben anhören müssen. Mich wundert dann immer nur, dass sogar Menschen, die garantiert noch nie in ihrem Leben ein Buch gelesen haben, eine Meinung glauben haben zu müssen. Leider ist das nicht nur so, wenn es um die Text eines Dorfpoeten geht. Wir leben generell in Zeiten, in denen es heißt: Bild Dir Deine Meinung, aber lass Dich nicht von Fakten verwirren.
Als weiteres Argument – aber eher nebensächlich – gilt natürlich die Tatsache, dass ich einen Brotberuf habe. Der Kreative ist also ganz gut im Spannungsverhältnis zwischen Beruf und Berufung aufgehoben, auch wenn die zeitliche Gewichtung eine andere sein könnte. Aber das geht glaube ich jedem Menschen so. Selten fallen Beruf und Berufung in einer Tätigkeit zusammen.

Es hat aber einen Grund, warum ich diese Argumente hier anbringe. Es gibt neben diesen Vorsätzen natürlich auch eine reale Komponente. Einmal im Monat frage ich auf Amazon meine Verkaufszahlen ab und halte sie in einer kleinen Tabelle fest. Und da gibt es seit einigen Wochen eine überraschende Tendenz. Normalerweise verkaufe ich von meiner „Justitia“-Krimiserie pro Monat 3-12 Exemplare. Es gab auch schon mal Monate, da habe ich gar nichts verkauft. Jetzt sieht es so aus, dass ich mit mehr als 20 Exemplaren pro Monat da drüber liege. Alles völlig ohne Werbung. Was mich aber noch mehr überrascht – und da passt dann die materielle Komponente zu meinen Vorsätzen: es ist deutlich zu sehen, dass nach einem Verkauf des ersten Teils für 0,99 EUR die anderen Teile „nachgekauft“ werden. Ich kann leider nicht erkennen, ob es sich dabei um ein und dieselbe Person handelt. Diese Schlussfolgerung liegt aber nahe. Warum sollte sich jemand Teil 2-5 kaufen ohne den ersten Teil zu kennen? Daraus wiederum lässt sich folgern, dass „Justitia“ als Serie angenommen wird, sobald der erste Teil gelesen wurde. Es kommt also so gut wie gar nicht vor, dass jemand nur den ersten Teil liest und es dann aufgibt. Natürlich gibt es noch einen Unterschied zwischen „gekauft“ und „gelesen“ – das ist mir klar.

Aber weg von meinen Büchern, hin zu „code-is-poetry“. Hier entwickeln sich auch so langsam die Bemühungen, das bisher einzige angebotene Produkt bei Google weiter vorne zu platzieren. Mit den wichtigsten Suchbegriffen „excel umrechnungskurse addin ezb“ wird meine Seite als 15. Ergebnis, also bereits auf der zweiten Seite der Suchergebnisse, gelistet. Das Problem ist nach wie vor, dass ich keine Möglichkeit sehe, die besondere Eigenart dieses Tools darzustellen. Es gibt zahlreiche Tools, um in Excel die Kurse für einen bestimmten Tag und eine bestimmte Kombination abzurufen. XcelPack1 ist aber sowohl in den Kombinationen und den Zeiträumen in allen Varianten flexibel. Dieses Tool ist also nur für Excel-Akrobaten interessant, die genau diese Flexibilität benötigen und ständig aktuell sein müssen.


Ich gewisser Weise bin ich noch ganz am Anfang. Kleine Schritte. Zwischen „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“ und „Dance Like Nobody Is Watching“ besteht also ein direkter Zusammenhang … .

18. September 2016

Feiner Fernsehmoment

Wenn ich mich für eine Lieblings-Serie entscheiden müsste, dann ist es „The Newsroom“ von HBO. Diese Serie finde ich sogar noch ein bisschen besser wie „House Of Cards“ oder „Game Of Thrones“. Leider ist die Serie nach drei Staffeln eingestellt worden.

Es gibt eine Szene in der ersten Staffel, die ich in ihrer Dramaturgie richtig genial finde. Bevor Sie das unten verlinkte Video starten, einige Infos. So verstehen Sie die Zusammenhänge, ohne die Serie und die Darsteller im Detail kennen zu müssen.

Die Szene spielt im „Newsroom“ des fiktiven Nachrichtensenders „ACN“. Eine gelangweilte Maggie Jordan, Redakteurin in der Redaktion der 20 Uhr Nachrichten, sitzt vor dem Monitor, auf dem Eilmeldungen verkündet werden. Sie wird dabei von ihrem Chef Jim Harper beobachtet. Plötzlich läuft sie aufgeregt in das Büro des Anchor-Man Will McAvoy und zur Chefproduzentin der Sendung. In wenigen Sekunden ist die gesamte Redaktion in Aufruhr. Jemand hat auf die US-Kongress-Abgeordnete Gabriel Giffords geschossen. Charlie Skinner, der Nachrichtenchef kündigt per Telefon an, dass man in wenigen Minuten mit einer Sondersendung das laufende Programm unterbrechen wird.

Während alle hektisch versuchen, die Fakten zu sortieren und die Sondersendung beginnt, kursiert das Gerücht, dass die Politikerin bereits tot sei. Alle großen Nachrichtensender greifen dieses Gerücht auf, nur ACN nicht. Der Chef des Konzerns ist außer sich, denn jede Sekunde, in dem ein Sender nicht aktuell ist, verliert er Zuschauer. So läuft nun mal das Geschäft.

Aber schauen Sie, was nun passiert. Mir gefällt die Dramaturgie, die musikalische Untermalung mit Coldplay und die vielen kleinen Szenen (Vorbereitung einer Info-Grafik, die Mimik der Akteure usw.):

13. September 2016

Depeche Mode - Erster Nachtrag

Bisher scheinen die Neuigkeiten zu Depeche Mode doch nicht allzu spektakulär zu sein. Das neu aufgelegte Artwork aus den 80er Jahren gehört tatsächlich zu der angekündigten Sammlung aller bisher erschienenen Videos aller Singles seit 1981. Die ganz alten Sachen, die es derzeit nur noch in sehr bescheidener VHS Qualität gibt, wurden digital aufbereitet. Die Sammlung umfasst drei DVDs und erscheint am 11. November.

Diese Ankündigung lässt derweil die Frage offen: wie steht es mit neuem Futter für die Fans? Dazu nach wie vor keine fundierten Fakten. Dave Gahan wurde im März in Kalifornien gesichtet und hat dort vermutlich Martin Gore besucht. So begannen die Aufnahmesessions bei Depeche Mode in den letzten Jahren immer. Seit einigen Monaten wurden die beiden in Manhattan mehrfach gesichtet. Dort lebt Dave Gahan. Man vermutet, dass sich die Band im Electric Ladyland Studio einquartiert hat. Einige Twitterfotos von diversen unterstützenden Musikern und Technikern, vornehmlich mit analogem Synthesizer-Equipment, lassen diesen Schluss zu.

Dass es noch keine Neuigkeiten gibt könnte bedeuten, dass die Band an einem größeren Projekt arbeitet. Schon bei "Sounds Of The Universe" sollte eigentlich ein Doppelalbum gemacht werden. Heraus kam "nur" ein normales Album mit sechs zusätzlichen Tracks in einer Bonus-Edition. Aber, alles nur Spekulation. Erstmal gibt es neues, aufbereitetes Futter mit einigen Extras in der Video Collection.

12. September 2016

Depeche Mode

Viele Besucher kommen auf meine Seite mit dem Namen meiner Lieblingsband als Keyword. Kein Wunder, denn ich berichte ja sehr oft von den Königen des Synthiepop.

In dem letzten Jahr gab es allerdings kaum Neuigkeiten. Martin Gore hat wohl einen Song beim neuen Album von "The Mission" gesungen und Dave Gahan hat bei einem David Bowie Tribute mitgewirkt. Man weiß, dass die Band seit März/April wieder im Studio ist, um an einem neuen Album zu arbeiten. Erstaunlich ist, dass dazu bis heute so gut wie keine Infos nach außen gedrungen sind. Selbst der Name des Produzenten wurde bisher offiziell nicht bestätigt - es soll aber James Ford (Artic Monkeys, Florence & The Machine) sein.

Dann wurde letzte Woche bekannt, dass im November eine Single-Collection mit allen Singles und den dazugehörigen Videos von 1981 bis 2013 erscheinen wird. Von Depeche Mode gab es bisher nur auf VHS die Sammlung Singles 81->85 und auf DVD Singles 86->96. Diese Sammlung wird also alles umfassen und die ganz alten Sachen, die die Bandmitglieder im liebsten im Giftschrank hätten verschwinden lassen wollen, werden jetzt auch in dieser Sammlung zusammengestellt. Geldmacherei der Plattenfirma (Sony hat jetzt die Rechte am Backcatalogue von Depeche Mode) oder dokumentarischer Wert zum Ausklang der Karriere?

Gestern hat die Band dann über die Social Media Kanäle drei Artworks auf die Fangemeinde losgelassen. Die drei Bilder stammen aus der Phase von 1983/84. Jetzt spekulieren alle, was das bedeutet. Ist das nur eine Anspielung auf die Video-Collection oder steckt viel mehr dahinter?


Angeblich gibt es in den kommenden Tagen weitreichende Neuigkeiten. Sogar das Rolling Stone Magazin spekuliert über eine Rückkehr des schmerzlich vermissten Alan Wilder, der 1994 die Band verlassen hatte. Warum? - Weil dieses Artwork zu den ersten Veröffentlichungen mit Alan Wilder gehört. Diese Gerüchte gibt es seit Jahren, waren aber bisher nur in den Threads in den Fan-Foren zu finden.

Nun, es gibt verschiedene Möglichkeiten, was diese Andeutungen bedeuten könnten. Ich habe auch eine Vermutung. Die sage ich hier aber nicht, denn wenn ich falsch liege könnte das sehr albern wirken. Ich werde in den kommenden Tagen berichten.

11. September 2016

Tiefenschärfe

Recherchen, wie ich sie vor einigen Wochen ja abgeschlossen hatte, sind für den Plot der Handlung eines Buches unerlässlich. Das war bei AMOR SIMPLEX so, aber auch bei vielen kürzeren Geschichten wie etwa ZEITLOSER ENGEL zu der ich nahezu alles gelesen hatte, was ich über Sophie Scholl in Erfahrung bringen konnte. Dder DAS GANZE HERZ in dem es um die Liebesbeziehung zwischen dem Schriftsteller Erich Maria Remarque und Marlene Dietrich ging (und über viel mehr darüber hinaus).

Die Recherchen zu meinem nächsten Buch hatte ich ja hier in aller Ausführlichkeit dargelegt. Nachdem ich mich in den letzten Wochen etwas mehr meinen code-is-poetry Projekten gewidmet habe, habe ich jetzt angefangen, die ersten längeren Passagen zu schreiben. Ich habe bewusst eine Phase eingelegt, in der ich die Eindrücke habe sacken lassen. Die großen Zusammenhänge, die hängen geblieben sind, sind sowieso wichtig. Aber spannend dürfte sein, welche Kleinigkeiten der Recherchen jetzt ihren Weg in diese Geschichte finden werden. 

Dorfpoet at work.

Allein um alle Fakten und Zusammenhänge auszukleiden und in Prosa zu setzen, werden diese Passagen ziemlich umfangreich sein. Das Format werden einzelne Kapitel sein, die den Leser zu ständigen Zeitsprüngen mitnimmt. Was zunächst schwierig erscheinen mag wird aber ganz schnell zu einem roten Faden werden. Das Problem ist ein ganz anderes.

Ich muss den Leser einerseits abholen, d.h. ich kann nicht voraussetzen, dass jeder Leser weiß, was mit dem Datum 2. Juni in der Deutschen Geschichte verbunden wird. Andererseits darf der Text nicht schulmeisterlich rüberkommen, sondern die Fakten müssen in die Biographie der einzigen Person, die ich erfunden habe, hineingelegt werden. Das wiederum führt zu einer Ausuferung der Thematik an sich. Denn so vielfältig die Fakten der Nachkriegszeit sind, so vielfältig und dramatisch muss dann ja auch diese Biographie sein. Die Handlung muss daher extrem dicht sein. Es passiert sehr viel in den ersten Kapiteln, es ist alles wichtig, was passiert und neben der Schwierigkeit, diese Dichte während des Schreibens durchzuhalten ist die Bewahrung des Überblicks für mich selbst. 

Die ersten beiden Novemberwochen stehen ganz im Zeichen dieses Textes. Und auch wenn ich jetzt loslege, wird es noch sehr lange dauern, bis etwas Fertiges dabei herauskommt. In diesem Jahr wird das definitiv nichts mehr. Dieses Jahr wird es nur noch die längst überfällige eBook Ausgabe von AMOR SIMPLEX geben.

4. September 2016

SEO



Jetzt, wo ich eine annehmbare Lösung als Integration von Blog, Shop und Info-Seiten gefunden habe, stellt sich natürlich die Frage, wie mache ich meine Seite bekannter? Dabei kommt es mir nicht auf jeden Blogeintrag an, sondern vor allem darauf, die Produkte bei code-is-poetry so zu beschreiben, dass sie von Google zuverlässig gefunden und dargestellt werden.

Das Thema „SEO“ (Search Engine Optimization) ist eines der Schlüsselthemen unserer Zeit. Denn ein Unternehmen ist umso erfolgreicher, je weiter es sich im Ranking der Google-Seiten etabliert. Wie also legt Google diese Reihenfolge fest? Das ist das große Geheimnis eines sich ständig verändernden Algorithmus, mit dessen Ergründung wiederum zahlreiche Informatiker und Dienstleister ihr Geld verdienen. Ich selbst habe mir auch zwei richtig dicke Wälzer zu dem Thema gekauft. Aber hier ist Vorsicht das Gebot der Stunde – es gibt letztlich niemanden, außer den Machern bei Google selbst, die das Geheimnis kennen. Vermutlich ist es auch nicht nur ein Geheimnis. Es ist die Verzahnung verschiedener logischer Elemente.

In den Anfangszeiten des Internets reichte es, wenn man die wichtigsten Suchbegriffe (wir alle wissen, welche schlüpfrigen Begriffe gemeint sind) als Meta-Keywords in den Header seiner Seite eingetragen hat. Heute ist es so, dass die meisten Experten der Auffassung sind, dass diese Keywords gänzlich nutzlos sind. Die Keywords werden vielmehr durch die Verteilung semantisch zusammenhängender Schlüsselwörter im Inhalt selbst von Google generiert. Entscheidend ist dabei, wie gut die Beschreibung der Seite zu diesen Keywords passt. Beispiel: Ich schreibe eine Rezension über ein bestimmtes Buch. Die Beschreibung, die ich für Google hinterlege, beinhaltet jedoch weder den mindestens 10mal im Text erwähnten Namen des Autors, noch den Titel des Buches selbst. Die Indexierung durch Google ist dann nicht optimal.

Diese Art der Optimierung nennt man „On-Site“ Optimierung. Zu ihr gehört auch, dass die Seite regelmäßig auf Inkonsistenzen geprüft werden sollte (tote Links, fehlende Medien). Lange Zeit hatte man auch den ALT Tag von Bildern im Verdacht – ein konsequentes Nutzen dieses Tags deute auf eine konsequente Pflege der Seite hin und die Seite stiege damit im Ranking. Meine Recherchen haben ergeben, dass das eher drittrangig ist.

Sehr wichtig scheint seit einiger Zeit die „Breadcrumb-Navigation“ zu sein. Seiten, die das bereits optimiert haben zeigen so etwas:

Breadcrumb-Navigation

Das ist die direkte Verlinkung eines Inhaltes innerhalb einer XML Struktur. Google nutzt zur Indexierung XML und bezieht diese aus den Sitemaps einer Seite. Diese Sitemaps sollten von allen bekannten Content Management Systemen sauber erzeugt werden. Was „sauber“ bedeutet erklären die Google Webmaster Tools

Die „Off-Site“ Faktoren sind jedoch ganz entscheidend. Nach wie vor ist die Verlinkung einer Seite das Top-Kriterium, um im Ranking bei Google aufzusteigen. Je öfter und je qualitativ hochwertiger ein Inhalt verknüpft ist, desto höher steigt er im Ranking. Auch hier hat Google seinen Algorithmus entscheidend weiterentwickelt. Konnte man früher noch sich selbst verlinken oder irgendwelche Referenztexte mit einem Link im Internet platzieren, so erkennt Google, ob der Link fundiert ist, also quasi aus einem eigenen Inhalt heraus platziert wurde. Ist das der Fall ist das ein fettes Plus im Ranking.

Da ich meine Seiten jetzt umgestellt habe, habe ich ein ganz besonderes Problem. Meine bisher wichtigsten, am meisten besuchten Beiträge hatten eine fest zugeschriebene Adresse. Die waren bei Google unter www.killert.de bzw. www.kultur-magazin.de indexiert. Diese Domainen „schweben“ im Moment im Raum und sind nur als einfache Weiterleitungen eingerichtet. Sie sind im Ranking bei Google gar nicht mehr vorhanden. Zu lösen ist das Problem über die Änderungen der Nameserver bei meinem Domain-Anbieter. Dort werden die Name-Server von Jimdo hinterlegt und dann gibt es eine Verlinkung auf die Jimdo-Seite innerhalb der Domain-Namen. Das hat jedoch einen Rattenschwanz an Arbeit zur Folge. Sämtliche Subdomain (z.B. amrum.killert.de) werden dann nicht mehr funktionieren und auch E-Mail Adressen dieser Domainen müssen zeitnah neu eingerichtet werden.

Dann müssen Sitemaps neu eingerichtet werden, GoogleAnalytics braucht neue Zieladressen und es braucht Geduld. Für mich besteht zum Beispiel eine Herausforderung darin, in der Platzierung von XcelPack1 in die höheren Ebenen von Google aufzusteigen. Wer die Begriffe „Wechselkurs“ und „Excel“ eingibt, wird derzeit keinen Hinweis auf XcelPack1 finden. Das müssen aber die zentralen Begriffe sein, die zu meiner Seite führen sollen. Die Schwierigkeit hierbei ist jedoch, dass das XcelPack1 nicht einfach nur Wechselkurse anzeigt. Das können hunderte andere Tools auch. XcelPack1 stellt aber Millionen von möglichen Kombinationen bereit, die eben nicht einzeln abgefragt werden müssen – dieses Tool hat nicht die Menschen zur Zielgruppe, die mal eben einen Kurs abfragen müssen, sondern es ist für diejenigen interessant, die Kurse dynamisch in sich ständig veränderten Zeiträumen benötigen. Wie wird es mir gelingen, diese Besonderheit mit den eher einfachen, abstrakten Keywords „Wechselkurs“ und „Excel“ zu verbinden? Naja, vielleicht über einen Blogeintrag, der genau das zum Inhalt hat und auch bei Google im Index landet … ;-)

30. August 2016

Support from a Killer ;-)

Ist schon etwas älter, aber sehenswert: Das passiert, wenn amerikanische Kollegen nicht nur meinen Nachnamen mit meinem Vornamen verwechseln, sondern auch noch das "T" aus dem Nachnamen weglassen.


28. August 2016

Zusätzlicher Blog / Kurzes Update

Da in letzter Zeit verstärkt Posts hier auftauchen, die sich mit Programmieren und meinen code-is-poetry Projekten beschäftigen, diese Posts aber gleichzeitig nur einen kleinen Teil meiner Besucher interessieren, habe ich in der code-is-poetry.de Sektion einen eigenen Blog dafür eingerichtet.

Es wird sicherlich noch sehr viel mehr Postings dort geben - wer sich also für XcelPack1 & Co. interessiert wird sowieso den Weg zu diesen Seiten finden.

In meinem ersten Post dort berichte ich von den Änderungen, die bei der Installationsroutine für XcelPack1 notwendig waren. So gab es bereits das erste größere Update auf Version 1.10. Und ich denke, das Tool ist jetzt bereit, wirklich auf die Öffentlichkeit losgelassen zu werden.

Auch die Hörbücher "Große Herzen" und die eingelesene Erzählung "Stille Helden" sind jetzt hier im Shop verfügbar.

21. August 2016

XcelPack1

 

Ein großer Tag heute. Eine richtig gute Software gibt es jetzt bei code-is-poetry. Das ist der Anfang einer langen Reise, hin zu einem zweiten Standbein für den Dorfpoeten. Die zwei wichtigsten Dinge, mit denen ich mich jeden Tag beschäftige: Code und Literatur. Und ich setze sie gleich, mache mir das Leitmotiv der OpenSource-Bewegung zu eigen.

Dabei bin ich von OpenSource ganz weit entfernt. Mit dem XcelPack1 geht ein Produkt an den Start, das eben nicht OpenSource ist, sondern mit dem ich Geld verdienen möchte. Ein bisschen zumindest.

Wer jetzt denkt, “Ach, das gibt es bestimmt schon! Wechselkurse in Excel abrufen – klar gibt es das …!”

Nope. Gibt es nicht. Zumindest nicht als AddIn für Excel zu diesem Preis. Nicht tagesaktuell, nicht superschnell in der Berechnung von Durchschnittskursen. Nicht automatisiert. Sicher kann man auf zahlreichen Webseiten Wechselkurse nachschlagen – aber dynamisch integriert in der Excel-Arbeitsmappe? Das gibt es wirklich nicht in dieser Form, denn so eine Einbettung ist nicht ganz trivial. Ich muss es wissen, denn mein beruflicher Alltag ist seit Jahren von genau solchen Fragen geprägt. Und ich bin sicher es gibt Excel Akrobaten da draußen, die auf dieses Tool gewartet haben.

Neben dem XcelPack1 sind zwei andere Tools in der Mache. Jetzt kann man sich fragen, warum ich dazu ebenfalls Infos verbreite, auch wenn diese Tools noch nicht fertig sind. Das liegt daran, dass der Entwicklungsprozess von AutorTools und DataFork Teil des Produktes sind. Software ist nichts Statisches und neben den vielen Ideen und dem Stolz, etwas Produktives umzusetzen, schwebt auch immer die Angst vor den großen Bugs über der Tastatur des Dorfpoeten. Deshalb beginnt der Prozess der Entwicklung nicht erst mit einer Testversion, sondern viel früher – das Teilen von Ideen mit denen, die die Tools nutzen sollen, erschließt mir das, was man vielleicht in ferner Zukunft mal einen “Kunden” nennen kann … . So sehe ich das immer wieder auf vielen Seiten von Menschen, die ein ähnliches Ziel haben. Der Produktionsprozess wird dokumentiert – und das bindet eine potentielle Zielgruppe.

Aber genug geschwafelt. Einfach im Menu auf code-is-poetry –> XcelPack1 klicken. Und hier das XcelPack1 in Action:

14. August 2016

Das ist paradox – Oder ist die Zeit noch nicht reif dafür?


Es gibt ja immer wieder Entwicklungen, Möglichkeiten, Wege, die sich nicht durchsetzen, nicht wahrgenommen oder nicht gegangen werden. Das hört sich jetzt tiefgründig an, ist aber ganz praktisch gemeint – nennen wir es das “Video 2000 Paradox”.

Die etwas älteren Semester haben schon eine Ahnung, was ich meine. Es geht um eigentlich überlegene technische Entwicklungen, die sich auf dem Markt einfach nicht durchsetzen können. So trat Anfang der 80er Jahre das VHS Videosystem seinen Siegeszug an und “Video 2000”, das technisch bessere Konkurrenzprodukt, war Geschichte (hier nachzulesen).

Ich möchte auf zwei ähnliche Dinge aufmerksam machen, bei denen ich Vermutungen anstellen möchte, warum diese Technologien sich nicht durchsetzen. Bei dem Videoformat Anfang der 1980er Jahre steckte natürlich viel Marketing hinter der Technik. Dieses Marketing war ausschlaggebend. Den Firmen kommt es nicht immer auf die beste Technologie an – sie wollen ihre Geräte verkaufen.

Bei meinen zwei Beispielen passt diese Erklärung aber nicht. Da kann man nur Vermutungen darüber anstellen, warum sich diese beiden Konzepte nicht durchsetzen. In beiden Fällen ist das sehr schade, denn es kann sich in zwei ganz wichtigen technologischen Bereichen ein längst überfälliger Standard nicht durchsetzen.



Das PNG Format.

Jeder, der Fotos mit einer Digitalkamera oder einem Handy macht kennt das Bildformat, in dem die Bilder als Standard gespeichert werden (abgesehen von den RAW Formaten, die Sensor-spezifisch und nicht einheitlich sind). Die Kameras nutzen als Standardformat das JPG-Format.

Dafür gibt es zunächst eine recht einfache und sehr plausible Erklärung. JPG hat sich etabliert, als das WWW immer mehr an Bedeutung gewann. Denn die ursprünglich etablierten Formate hatten große Nachteile. BMP, eine Bitmapdatei, konnte nicht komprimiert werden und das GIF Format, welches Transparenz und Animation darstellen kann, hatte nur einen Farbumfang von 256 Farben. JPG kann komprimiert werden. Und das funktioniert sehr gut – selbst bei hohen Kompressionsraten und damit kleinen Dateigrößen (war zur Zeit von 14400 Modems in den 90er Jahren ganz wichtig), wurden Bilder ansprechend dargestellt. Der große Nachteil von JPG: wenn man das Originalbild, also das nicht komprimierte Bild, nicht behält, dann ist die Kompression immer auch ein Qualitätsverlust. Möchte man eine vergrößerte Version eines JPG plötzlich benutzen, so wird man die schlechte Qualität erkennen.

Ein weiterer Nachteil: JPG kennt keine Transparenz. Entwirft man in einer Bildbearbeitung zum Beispiel ein Logo und möchte seinen Hintergrund transparent machen, weil man das Logo in unterschiedlichsten Umgebungen einsetzen möchte, dann kann man JPG vergessen. PNG lässt sich verlustfrei komprimieren, kennt den maximalen Farbumfang und kennt transparente Bereiche.
Man braucht also ein Format, das fast alle Vorteile vereint. Und das ist eben PNG. Diese Tabelle listet die wichtigsten Eigenschaften der gängigsten Bildformate auf. Die Vorteile von PNG im Vergleich zu JPG sind offensichtlich:

Format / Eigenschaft
GIF
JPG
PNG
TIFF
Kompression möglich
nein
ja
ja
nein
Kompression verlustfrei
nein
nein
ja
nein
Metadaten integrierbar
nein
ja
ja1
ja
Farbumfang
256
16,7 Mill.
16,7 Mill.
16,7 Mill.
Transparenz möglich
ja
nein
ja
nein
Animation möglich
ja
nein
nein
nein
CYMK Farbraum für Druck
nein
nein
nein
ja
Was bedeuten die Abkürzungen?
GIF –> Graphics Interchange Format
JPG –> Joint Photographic Experts Group (daher auch JPEG als gleichbedeutende Abkürzung)
PNG –> Portable Network Graphics
TIFF –> Tagged Image File Format
1 Metadaten folgen nicht dem ITPC oder EXIF Standard
Diese Tabelle zeigt, was PNG kann – es gibt kein rationales Argument, was gegen die Ablösung von JPG als Standardformat für Bilder spricht. Für ein Format wie TIFF spricht der CMYK Farbraum, der in der Druckindustrie relevant ist. Für GIF spricht ferner die Möglichkeit, kleine Videosequenzen als Animationen in ein Bildformat zu verwandeln.  Für die Weiterverarbeitung in Druckerzeugnissen können sowohl PNG als auf JPG Dateien in CMYK Farbräume überführt werden.

Der einzige plausible Grund, warum Digitalkameras immer noch JPG statt PNG erzeugen ist in der Fußnote versteckt. PNG speichert die Metadaten nicht in Standards ab. Metadaten sind alle Informationen zu einem Bild, mit denen Bilder später in Datenbanken klassifiziert werden können. Ein nicht unerheblicher Nachteil, der aber durch eine Erweiterung des PNG Standards behoben werden könnte.

Ich jedenfalls würde mir einen Umstieg auf PNG wünschen. Es würde einige Arbeitsschritte bei der Verwendung von Fotos, insbesondere auf Webseiten, vereinfachen oder sogar überflüssig machen.


PYTHON

Wer ganz praktisch Software schreibt, sei es im beruflichen Alltag oder als Nerd, versteht nach einiger Zeit, dass alle höheren Programmiersprachen denselben logischen Prinzipien folgen:
  • Bedingung
  • Fallunterscheidungen
  • Zählschleifen
Es gibt im Grunde nichts anderes in der Informatik. Lediglich das ganze Drumherum ist anders. Da werden Speicher optimiert, in dem man statt mit Variablen mit “Pointern” arbeitet. Da gibt es Prozeduren, Klassen, Module usw.  - die Syntax ist unterschiedlich, die Logik bleibt jedoch immer gleich. Würde man das auf “normale” Sprachen anwenden bedeutet das: die Vokabeln sind gleich, aber die Grammatik ist variabel.

Für mich gibt es daher nur einen wirklich wesentlichen Faktor, der die Programmiersprachen trennt: { } oder nicht. Sprachen, die ihre Codeblöcke in Klammern gruppieren oder nicht. Ich, der ich mit “Locomotive Basic” und später “Visual Basic” aufgewachsen bin, hasse alle Sprachen, die mit Klammern arbeiten. Denn diese Klammern verleiten eben nicht zu einem sauberen, übersichtlichen Programmierstil. Meiner Meinung nach bewirken sie das exakte Gegenteil. Denn ob Klammern vernünftig eingerückt sind oder ob man eine Bedingung in eine einzige Zeile schreibt, ist für das Kompilieren völlig egal.

Warum gibt es diese Klammern überhaupt? Sie dienen bei der Kompilierung eines Programms zur Abgrenzung von Anweisungen zur Übersetzung in die eigentliche Maschinensprache. Ganz abartig wird es dann noch, wenn einzelne Zeilen mit einem Semikolon abgeschlossen werden müssen. Also Java, PHP, C#, C, C++ – ich hasse das!

Unter Windows bleibe ich hartnäckig bei Visual Basic. Visual Basic kommt ohne klammern aus, verlangt aber praktisch überhaupt keinen Programmierstil. Muss man sich also mal in die Gedankenwelt eines anderen Programmierers reindenken, z.B. wenn jemand vor etlichen Jahren mal eine Access Datenbank mit seinem eigenen “VBA-Dialekt” erstellt hat, dann kann das ganz schön spaßig sein. Codefragmente über etliche Module verteilt fügen sich erst nach langem suchen und dem Aufmalen von Flowchart-ähnlichen Zusammenhängen zu einer Logik zusammen. Da wäre eine Programmiersprache von Vorteil, die keine Klammern nutzt und Konventionen hat, die alle Programmierer zu einer identischen Form der Codierung zwingt. Wenn diese Programmiersprache dann auch noch einfach und effektiv ist, im besten Fall auch noch plattformunabhängig, dann müsste sie doch eigentlich die bisher geltenden Standards ersetzen.

So eine Sprache gibt es, aber sie fristet immer noch ein Nischendasein. Sie wird zwar immer beliebter, ist aber noch keine wirklich relevante Programmiersprache. Sie heißt Python und hat ein einfaches Prinzip: der Compiler erkennt Code-Blöcke anhand von Einrückungen durch Tabulatoren.

Ein Beispiel:
So sieht ein einfacher Pseudocode-Block mit einer Bedingung in C, C++ oder Java aus:

if (bedingung == erfüllt)
{mache etwas}
else
{mache etwas beim Gegenteil}
Diese Anweisung kann aber auch so geschrieben werden:

if (bedingung == erfüllt) {mache etwas} else {mache etwas beim Gegenteil}

Oder so (was am ehesten den Konventionen für saubere Code-Strukturierung entspricht):

if (bedingung == erfüllt){ 
  mache etwas 
}
else
  { 
    mache etwas beim Gegenteil
}

Alle drei Beispiele werden vom Compiler gleich interpretiert.

Bei Python gäbe es nur diese eine Möglichkeit der Darstellung. Eine andere würde vom Compiler nicht verstanden werden. Es gibt keine Klammern (ein Segen bei verschachtelten Schleifen) und die Konvention wird quasi vom Compiler vorgegeben:

if bedingung == erfüllt:
  mache etwas
elif:
  mache etwas beim Gegenteil

Jetzt stellt sich hier die Frage, warum sich kein Paradigmenwechsel unter den Programmieren abzeichnet? Warum ist so etwas wie Python nicht schon längst Standard?

Naja, das hat zum Einen mit der Macht der Gewohnheit zu tun. Erfahrene Programmierer, die von Anfang an mit C++ oder C arbeiten, haben sich an die Nachteile längst gewöhnt. Würde man sie zu Python bekehren wollen, dann wäre das in etwa so, als würde man jemandem, der das 10-Finger-Prinzip beherrscht zu einem 2-3 Finger System zwingen wollen. Heute lernt niemand mehr die 10-Finger-Technik – sie zu Beherrschen aber als ineffektiv zu bezeichnen, wäre sicher falsch. Das ist einer der Gründe, warum sich Python bisher nicht ganz oben in der Liste der am meisten genutzten Programmiersprachen etabliert hat. Und natürlich ist es so, dass laufende, sich im produktiven Einsatz befindliche Software nicht so ohne weiteres umschreiben lässt. Zumal wenn es dafür keinen betriebswirtschaftlichen Grund gibt.

Ein weiterer Grund, den man aber nicht gelten lassen kann, ist die angebliche Ineffizienz von Sprachen wie Python oder Visual Basic gegenüber z.B. C/C++. Das ist nur dann relevant, wenn man den Verwendungszweck mit einbezieht. Schreibt man ein Anwenderprogramm z.B. für Windows, dann ist die Programmiersprache völlig unwichtig. Wichtig ist dann nur das Framework und der benutzte Compiler. Wenn Sie also ein Programm für Windows in Visual Basic.net schreiben oder in C# – es wird in der Effizienz des Programms keine Unterschiede geben.

Und Effizienz ist das Stichwort: wieviel Zeit, wieviel Geld geht uns verloren, weil Software aufgrund unterschiedlicher Konventionen ständig verändert, angepasst und neu verstanden werden muss? Welches Konzept wäre am besten für eine Vereinheitlichung geeignet? – Meiner Meinung nach das Konzept hinter Python.

Mehr zu Python finden Sie hier: https://www.python.org/