21. August 2016

XcelPack1

 

Ein großer Tag heute. Eine richtig gute Software gibt es jetzt bei code-is-poetry. Das ist der Anfang einer langen Reise, hin zu einem zweiten Standbein für den Dorfpoeten. Die zwei wichtigsten Dinge, mit denen ich mich jeden Tag beschäftige: Code und Literatur. Und ich setze sie gleich, mache mir das Leitmotiv der OpenSource-Bewegung zu eigen.

Dabei bin ich von OpenSource ganz weit entfernt. Mit dem XcelPack1 geht ein Produkt an den Start, das eben nicht OpenSource ist, sondern mit dem ich Geld verdienen möchte. Ein bisschen zumindest.

Wer jetzt denkt, “Ach, das gibt es bestimmt schon! Wechselkurse in Excel abrufen – klar gibt es das …!”

Nope. Gibt es nicht. Zumindest nicht als AddIn für Excel zu diesem Preis. Nicht tagesaktuell, nicht superschnell in der Berechnung von Durchschnittskursen. Nicht automatisiert. Sicher kann man auf zahlreichen Webseiten Wechselkurse nachschlagen – aber dynamisch integriert in der Excel-Arbeitsmappe? Das gibt es wirklich nicht in dieser Form, denn so eine Einbettung ist nicht ganz trivial. Ich muss es wissen, denn mein beruflicher Alltag ist seit Jahren von genau solchen Fragen geprägt. Und ich bin sicher es gibt Excel Akrobaten da draußen, die auf dieses Tool gewartet haben.

Neben dem XcelPack1 sind zwei andere Tools in der Mache. Jetzt kann man sich fragen, warum ich dazu ebenfalls Infos verbreite, auch wenn diese Tools noch nicht fertig sind. Das liegt daran, dass der Entwicklungsprozess von AutorTools und DataFork Teil des Produktes sind. Software ist nichts Statisches und neben den vielen Ideen und dem Stolz, etwas Produktives umzusetzen, schwebt auch immer die Angst vor den großen Bugs über der Tastatur des Dorfpoeten. Deshalb beginnt der Prozess der Entwicklung nicht erst mit einer Testversion, sondern viel früher – das Teilen von Ideen mit denen, die die Tools nutzen sollen, erschließt mir das, was man vielleicht in ferner Zukunft mal einen “Kunden” nennen kann … . So sehe ich das immer wieder auf vielen Seiten von Menschen, die ein ähnliches Ziel haben. Der Produktionsprozess wird dokumentiert – und das bindet eine potentielle Zielgruppe.

Aber genug geschwafelt. Einfach im Menu auf code-is-poetry –> XcelPack1 klicken. Und hier das XcelPack1 in Action:

14. August 2016

Das ist paradox – Oder ist die Zeit noch nicht reif dafür?


Es gibt ja immer wieder Entwicklungen, Möglichkeiten, Wege, die sich nicht durchsetzen, nicht wahrgenommen oder nicht gegangen werden. Das hört sich jetzt tiefgründig an, ist aber ganz praktisch gemeint – nennen wir es das “Video 2000 Paradox”.

Die etwas älteren Semester haben schon eine Ahnung, was ich meine. Es geht um eigentlich überlegene technische Entwicklungen, die sich auf dem Markt einfach nicht durchsetzen können. So trat Anfang der 80er Jahre das VHS Videosystem seinen Siegeszug an und “Video 2000”, das technisch bessere Konkurrenzprodukt, war Geschichte (hier nachzulesen).

Ich möchte auf zwei ähnliche Dinge aufmerksam machen, bei denen ich Vermutungen anstellen möchte, warum diese Technologien sich nicht durchsetzen. Bei dem Videoformat Anfang der 1980er Jahre steckte natürlich viel Marketing hinter der Technik. Dieses Marketing war ausschlaggebend. Den Firmen kommt es nicht immer auf die beste Technologie an – sie wollen ihre Geräte verkaufen.

Bei meinen zwei Beispielen passt diese Erklärung aber nicht. Da kann man nur Vermutungen darüber anstellen, warum sich diese beiden Konzepte nicht durchsetzen. In beiden Fällen ist das sehr schade, denn es kann sich in zwei ganz wichtigen technologischen Bereichen ein längst überfälliger Standard nicht durchsetzen.



Das PNG Format.

Jeder, der Fotos mit einer Digitalkamera oder einem Handy macht kennt das Bildformat, in dem die Bilder als Standard gespeichert werden (abgesehen von den RAW Formaten, die Sensor-spezifisch und nicht einheitlich sind). Die Kameras nutzen als Standardformat das JPG-Format.

Dafür gibt es zunächst eine recht einfache und sehr plausible Erklärung. JPG hat sich etabliert, als das WWW immer mehr an Bedeutung gewann. Denn die ursprünglich etablierten Formate hatten große Nachteile. BMP, eine Bitmapdatei, konnte nicht komprimiert werden und das GIF Format, welches Transparenz und Animation darstellen kann, hatte nur einen Farbumfang von 256 Farben. JPG kann komprimiert werden. Und das funktioniert sehr gut – selbst bei hohen Kompressionsraten und damit kleinen Dateigrößen (war zur Zeit von 14400 Modems in den 90er Jahren ganz wichtig), wurden Bilder ansprechend dargestellt. Der große Nachteil von JPG: wenn man das Originalbild, also das nicht komprimierte Bild, nicht behält, dann ist die Kompression immer auch ein Qualitätsverlust. Möchte man eine vergrößerte Version eines JPG plötzlich benutzen, so wird man die schlechte Qualität erkennen.

Ein weiterer Nachteil: JPG kennt keine Transparenz. Entwirft man in einer Bildbearbeitung zum Beispiel ein Logo und möchte seinen Hintergrund transparent machen, weil man das Logo in unterschiedlichsten Umgebungen einsetzen möchte, dann kann man JPG vergessen. PNG lässt sich verlustfrei komprimieren, kennt den maximalen Farbumfang und kennt transparente Bereiche.
Man braucht also ein Format, das fast alle Vorteile vereint. Und das ist eben PNG. Diese Tabelle listet die wichtigsten Eigenschaften der gängigsten Bildformate auf. Die Vorteile von PNG im Vergleich zu JPG sind offensichtlich:

Format / Eigenschaft
GIF
JPG
PNG
TIFF
Kompression möglich
nein
ja
ja
nein
Kompression verlustfrei
nein
nein
ja
nein
Metadaten integrierbar
nein
ja
ja1
ja
Farbumfang
256
16,7 Mill.
16,7 Mill.
16,7 Mill.
Transparenz möglich
ja
nein
ja
nein
Animation möglich
ja
nein
nein
nein
CYMK Farbraum für Druck
nein
nein
nein
ja
Was bedeuten die Abkürzungen?
GIF –> Graphics Interchange Format
JPG –> Joint Photographic Experts Group (daher auch JPEG als gleichbedeutende Abkürzung)
PNG –> Portable Network Graphics
TIFF –> Tagged Image File Format
1 Metadaten folgen nicht dem ITPC oder EXIF Standard
Diese Tabelle zeigt, was PNG kann – es gibt kein rationales Argument, was gegen die Ablösung von JPG als Standardformat für Bilder spricht. Für ein Format wie TIFF spricht der CMYK Farbraum, der in der Druckindustrie relevant ist. Für GIF spricht ferner die Möglichkeit, kleine Videosequenzen als Animationen in ein Bildformat zu verwandeln.  Für die Weiterverarbeitung in Druckerzeugnissen können sowohl PNG als auf JPG Dateien in CMYK Farbräume überführt werden.

Der einzige plausible Grund, warum Digitalkameras immer noch JPG statt PNG erzeugen ist in der Fußnote versteckt. PNG speichert die Metadaten nicht in Standards ab. Metadaten sind alle Informationen zu einem Bild, mit denen Bilder später in Datenbanken klassifiziert werden können. Ein nicht unerheblicher Nachteil, der aber durch eine Erweiterung des PNG Standards behoben werden könnte.

Ich jedenfalls würde mir einen Umstieg auf PNG wünschen. Es würde einige Arbeitsschritte bei der Verwendung von Fotos, insbesondere auf Webseiten, vereinfachen oder sogar überflüssig machen.


PYTHON

Wer ganz praktisch Software schreibt, sei es im beruflichen Alltag oder als Nerd, versteht nach einiger Zeit, dass alle höheren Programmiersprachen denselben logischen Prinzipien folgen:
  • Bedingung
  • Fallunterscheidungen
  • Zählschleifen
Es gibt im Grunde nichts anderes in der Informatik. Lediglich das ganze Drumherum ist anders. Da werden Speicher optimiert, in dem man statt mit Variablen mit “Pointern” arbeitet. Da gibt es Prozeduren, Klassen, Module usw.  - die Syntax ist unterschiedlich, die Logik bleibt jedoch immer gleich. Würde man das auf “normale” Sprachen anwenden bedeutet das: die Vokabeln sind gleich, aber die Grammatik ist variabel.

Für mich gibt es daher nur einen wirklich wesentlichen Faktor, der die Programmiersprachen trennt: { } oder nicht. Sprachen, die ihre Codeblöcke in Klammern gruppieren oder nicht. Ich, der ich mit “Locomotive Basic” und später “Visual Basic” aufgewachsen bin, hasse alle Sprachen, die mit Klammern arbeiten. Denn diese Klammern verleiten eben nicht zu einem sauberen, übersichtlichen Programmierstil. Meiner Meinung nach bewirken sie das exakte Gegenteil. Denn ob Klammern vernünftig eingerückt sind oder ob man eine Bedingung in eine einzige Zeile schreibt, ist für das Kompilieren völlig egal.

Warum gibt es diese Klammern überhaupt? Sie dienen bei der Kompilierung eines Programms zur Abgrenzung von Anweisungen zur Übersetzung in die eigentliche Maschinensprache. Ganz abartig wird es dann noch, wenn einzelne Zeilen mit einem Semikolon abgeschlossen werden müssen. Also Java, PHP, C#, C, C++ – ich hasse das!

Unter Windows bleibe ich hartnäckig bei Visual Basic. Visual Basic kommt ohne klammern aus, verlangt aber praktisch überhaupt keinen Programmierstil. Muss man sich also mal in die Gedankenwelt eines anderen Programmierers reindenken, z.B. wenn jemand vor etlichen Jahren mal eine Access Datenbank mit seinem eigenen “VBA-Dialekt” erstellt hat, dann kann das ganz schön spaßig sein. Codefragmente über etliche Module verteilt fügen sich erst nach langem suchen und dem Aufmalen von Flowchart-ähnlichen Zusammenhängen zu einer Logik zusammen. Da wäre eine Programmiersprache von Vorteil, die keine Klammern nutzt und Konventionen hat, die alle Programmierer zu einer identischen Form der Codierung zwingt. Wenn diese Programmiersprache dann auch noch einfach und effektiv ist, im besten Fall auch noch plattformunabhängig, dann müsste sie doch eigentlich die bisher geltenden Standards ersetzen.

So eine Sprache gibt es, aber sie fristet immer noch ein Nischendasein. Sie wird zwar immer beliebter, ist aber noch keine wirklich relevante Programmiersprache. Sie heißt Python und hat ein einfaches Prinzip: der Compiler erkennt Code-Blöcke anhand von Einrückungen durch Tabulatoren.

Ein Beispiel:
So sieht ein einfacher Pseudocode-Block mit einer Bedingung in C, C++ oder Java aus:

if (bedingung == erfüllt)
{mache etwas}
else
{mache etwas beim Gegenteil}
Diese Anweisung kann aber auch so geschrieben werden:

if (bedingung == erfüllt) {mache etwas} else {mache etwas beim Gegenteil}

Oder so (was am ehesten den Konventionen für saubere Code-Strukturierung entspricht):

if (bedingung == erfüllt){ 
  mache etwas 
}
else
  { 
    mache etwas beim Gegenteil
}

Alle drei Beispiele werden vom Compiler gleich interpretiert.

Bei Python gäbe es nur diese eine Möglichkeit der Darstellung. Eine andere würde vom Compiler nicht verstanden werden. Es gibt keine Klammern (ein Segen bei verschachtelten Schleifen) und die Konvention wird quasi vom Compiler vorgegeben:

if bedingung == erfüllt:
  mache etwas
elif:
  mache etwas beim Gegenteil

Jetzt stellt sich hier die Frage, warum sich kein Paradigmenwechsel unter den Programmieren abzeichnet? Warum ist so etwas wie Python nicht schon längst Standard?

Naja, das hat zum Einen mit der Macht der Gewohnheit zu tun. Erfahrene Programmierer, die von Anfang an mit C++ oder C arbeiten, haben sich an die Nachteile längst gewöhnt. Würde man sie zu Python bekehren wollen, dann wäre das in etwa so, als würde man jemandem, der das 10-Finger-Prinzip beherrscht zu einem 2-3 Finger System zwingen wollen. Heute lernt niemand mehr die 10-Finger-Technik – sie zu Beherrschen aber als ineffektiv zu bezeichnen, wäre sicher falsch. Das ist einer der Gründe, warum sich Python bisher nicht ganz oben in der Liste der am meisten genutzten Programmiersprachen etabliert hat. Und natürlich ist es so, dass laufende, sich im produktiven Einsatz befindliche Software nicht so ohne weiteres umschreiben lässt. Zumal wenn es dafür keinen betriebswirtschaftlichen Grund gibt.

Ein weiterer Grund, den man aber nicht gelten lassen kann, ist die angebliche Ineffizienz von Sprachen wie Python oder Visual Basic gegenüber z.B. C/C++. Das ist nur dann relevant, wenn man den Verwendungszweck mit einbezieht. Schreibt man ein Anwenderprogramm z.B. für Windows, dann ist die Programmiersprache völlig unwichtig. Wichtig ist dann nur das Framework und der benutzte Compiler. Wenn Sie also ein Programm für Windows in Visual Basic.net schreiben oder in C# – es wird in der Effizienz des Programms keine Unterschiede geben.

Und Effizienz ist das Stichwort: wieviel Zeit, wieviel Geld geht uns verloren, weil Software aufgrund unterschiedlicher Konventionen ständig verändert, angepasst und neu verstanden werden muss? Welches Konzept wäre am besten für eine Vereinheitlichung geeignet? – Meiner Meinung nach das Konzept hinter Python.

Mehr zu Python finden Sie hier: https://www.python.org/



7. August 2016

Jimdo mag Blogspot


Die größte Herausforderung bei der Umstellung auf Jimdo war meine Anforderung, den existierenden Blogspot Account in die neue Struktur zu integrieren. Und wie man sieht, hat es geklappt. Nach viel Bastelei, die ich mit diesem Artikel vielen Menschen vielleicht ersparen kann.

Die grundlegende Idee: einen IFRAME auf einer Jimdo-Seite einbetten, der die Inhalte von Blogspot anzeigt. Entfernt man im Blog alle Formatierungen und passt sie an das gewählte Jimdo Layout an, dann ist optisch gar nicht zu merken (obwohl sich das als schwieriger erwiesen hat, als es zunächst den Anschein hat). Und wofür der Aufwand, wenn Jimdo selbst doch auch eine Blog-Funktion hat?

Nun, meine Seiten sind bereits bei Google indiziert. Es gibt zahlreiche Verweise auf die Einträge. Und der Aufwand, hunderte von Einträge zu kopieren, war mir zu groß. Außerdem spricht nichts gegen Blogspot. Könnte man dort ein Shopsystem einbauen, dann hätte ich meine Seite sogar so belassen. Ein weiterer Vorteil: ich brauche keinen der internen Links in den vielen veröffentlichten Posts abzuändern. Die können alle bestehen bleiben.

Die folgenden Erläuterungen erklären, wie sie Ihren Blogspot Blog in Jimdo integrieren können. Oder – ganz generell – wie sie überhaupt einen externen Content in Jimdo einbinden können.
Also … worauf muss ich achten, wenn der IFRAME mit den Blogspot Seiten in JIMDO platziert wird?
  1. Woher weiß die Blogspot Seite, dass sie nicht wie gewöhnlich angezeigt, sondern in den IFRAME der Jimdo-Seite umgeleitet werden soll? Die Blogspot Seite wird ja quasi kastriert. Es gibt keine Menues mehr (die sind um den IFRAME herum in Jimdo), keine Navigation. Es muss also etwas in Blogspot integriert werden, was dies bewerkstelligt.
  2. Der Inhalt des IFRAMES muss irgendwie dynamisch veränderbar sein, denn es ist ja möglich, dass jemand auf die Blogspotseite gelangt, ohne direkt die Blogspot URL wie etwa pkillert.blogspot.de eingegeben zu haben. Im IFRAME muss immer das angezeigt werden, was als Referenz angegeben wurde also zum Beispiel der Verweis auf einen konkreten Artikel. Wurde nichts angegeben, dann muss einfach immer die Startseite des Blogs in den IFRAME geladen werden.
Beides lässt sich mit Javascript bewerkstelligen. Ich habe allerdings eine ganze Weile gebraucht, bis ich die Lösung zusammengebastelt hatte. Das erste Javascript platzieren Sie in einem JavaScript/HTML-Widget irgendwo auf ihrer Blogspot-Seite. Wenn Sie keinen Titel in dem Widget vergeben, dann ist das völlig unsichtbar. Passen Sie die Einträge entsprechend Ihrem Jimdo-Account an:

<script type="text/javascript">
if(top.location.href !== 'http://ihr_jimdo_account.jimdo.com/jimdo_seite/' && 
 top.location.href !== 'http://ihr_jimdo_account.jimdo.com/jimdo_seite/index.htm')
{
  var the_url='';
  the_url=window.location.href;
    location.href = "http://ihr_jimdo_account.jimdo.com/?blog_source="+the_url; 
}
</script>

Erklärung zu diesem Script: Dieses Script prüft, ob die Top-Location der URL ihre Jimdo-Seite ist. Ist sie es nicht, dann ist davon auszugehen, dass die Blogspot-Seite direkt aufgerufen wurde. Das wollen wir nicht. Wir sagen also per Javascript: leite diese Seite auf die Jimdo-Seite um, wenn Du Dich nicht in dem IFRAME der Jimdo-Seite befindest. Wichtig ist hierbei der Teil, der in “the_url” gespeichert wird. Damit geben wir die komplette URL an Jimdo weiter, also auch, ob ein direkter Beitrag aufgerufen wurde.

Auf der Jimdo-Seite platzieren Sie dann per HTML Widget einen IFRAME. Diesem IFRAME geben Sie die ID “blog_source”. Damit steuern wir den IFRAME in dem nächsten Schritt an.

<p><iframe id="blog_source"src="http://ihre_blogspot_id.blogspot.de"name="blog_source"width="880" 
height="800" frameborder="0"></iframe></p>

Passen Sie die Einstellungen entsprechend Ihrem Blog an. Ebenso die Größe des IFRAMES.
Unter diesem IFRAME platzieren Sie ein weiteres HTML Widget auf ihrer Jimdo Seite. In dieses Widget packen Sie das nun folgende Javascript:

<script type="text/javascript">
        
    var getUrlParameter = function getUrlParameter(sParam) {
    var sPageURL = decodeURIComponent(window.location.search.substring(1)),
        sURLVariables = sPageURL.split('&'), sParameterName,i;
    for (i = 0; i < sURLVariables.length; i++) {
        sParameterName = sURLVariables[i].split('=');
        if (sParameterName[0] === sParam) {
            return sParameterName[1] === undefined ? true : sParameterName[1];
        }
    }
};
    var the_source='';
    var the_frame='';
    the_source = getUrlParameter('blog_source');    
    the_frame = document.getElementById('blog_source'); 
    if(typeof the_source == 'undefined'){the_source='http://ihre_blogspot_id.blogspot.de';}
    the_frame.src = the_source;
    
</script>

Erklärung zu diesem zweiten Script: Der obere Teil zerlegt das, was wir in “the_url” an die Jimdo-Seite übertragen haben. Es erkennt, dass beim Aufruf der Seite etwas über die Variable “blog_source” übertragen wurde. Das ist die URL, die in den IFRAME geladen werden soll.

Der untere Teil des Javascripts bewirkt genau diesen Ladevorgang. Dieser Teil checkt außerdem, ob dieser Parameter “blog_source” gar nicht definiert wurde, wenn z.B. jemand nur die Jimdo URL angegeben hat und gar nicht von Blogspot weitergeleitet wurde. Für diesen Fall wird “the_source” mit der gewöhnlichen Blogspot-Adresse gefüttert. Es wird also in jedem Fall der richtige Inhalt in den IFRAME geladen. Sie müssen nur “ihre_blogspot_id” mit der korrekten Bezeichnung ersetzen.

Das war´s …!

Abschließend noch ein paar Tipps, wie sie das Layout Ihrer Blogspot-Seite entschlacken.
Mir war der Abstand zwischen dem BlogTitel als Header und den ersten Einträgen viel zu groß. Diesen Abstand werden sie los, wenn sie Blogspot in den “Einstellungen –> Vorlage –> Anpassen –> Erweitert –> CSS hinzufügen” folgendes eingeben:

.header {padding-bottom: 0px; padding-top: 0px; height: 70px;}


Die 70px können natürlich variiert werden.

Außerdem kann an derselben Stelle folgender Code verwendet werden. Er bewirkt das alle Randabstände entfernt werden. Die braucht man in einem IFRAME eh nicht:

.content-inner {padding: 0px; margin-top: -40px !important;}

29. Juli 2016

Shortcuts

Wie man meinem letzten Post unschwer entnehmen kann, bin ich im Moment eher mit dem Transferieren meiner bestehenden Inhalt nach Jimdo beschäftigt, als neue Inhalte zu schaffen. Trotzdem, hier ein paar kurze Infos – ein paar interessante Fundstücke der letzten Tage, die ich nicht unerwähnt lassen möchte:

Laurie Penny

Ein Essay der von mir sehr geschätzten Feministin, Bloggerin, Autorin Laurie Penny ist mal wieder ein Volltreffer in Sachen “Entblößen des Zeitgeistes”. Nachdem Penny in ihrem Debut “Fleischmarkt” nachgewiesen hat, dass der Spätkapitalismus ohne die Unterdrückung der Frau und die fortgeführte Ausbeutung des weiblichen Körpers gar nicht funktionieren würde, räumt sie nun mit einem anderen Aspekt auf. Etwas, von dem man sich fragt, wie es das Stadium des Klischees jemals verlassen konnte. In einem kleinen Essay macht sie die subtile Dummheit des Wohlfühl-Wahnsinns sichtbar und führt uns den Unsinn von selbstoptimiertem Work-Life-Bullshit vor. Sehr lesenswert.

"Denk positiv, trink Smoothies und mach Yoga, während der Planet brennt. Wenn du dich schlecht fühlst, bist du das Problem. Kann diese Wellness-Ideologie schaden? Ja."

"Der späte Kapitalismus ist eine gute Ausrede, um nicht aus dem Bett zu kommen, aber nur unter der Decke zu bleiben, weil man sich über Donald Trump sorgt, ist eine sehr uneffektive Art, den Mann loszuwerden."

 

Interview mit dem Philosophen Patrick Spät

Genauso lesenswert und passend zu Laurie Penny: Ein Interview mit dem Philosophen Patrick Spät. Es zeigt, dass in so unsteten Zeiten wie im Jetzt die Aussagen von Geisteswissenschaftlern präziser werden. Wir alle wissen von der Ausbeutung der Schwachen in dieser Welt – will man sie ändern, wird man als naiver Gutmensch abgestempelt. Präzise Aussagen machen da Sinn und helfen bei Positionierungen in doch recht wirren Weltanschauungen. Mir ist also durchaus klar, dass andere Geisteswissenschaftler mit anderen Grundhaltungen auch andere Interviews geben. Ich bin sicher, es finden sich dazu dann auch andere Blogger, die auf solche Texte dann aufmerksam machen. Ich rate bis dahin dieses Interview zu lesen.

 

Austernfischer Superstar

Ihr erinnert Euch an meinen Post von meiner Insel, bei dem ich ein Video gezeigt habe, dass ich in Wittdün gedreht habe und dass die Brutübergabe eines Austernfischerpaares zeigt? Ich war damals erstaunt, dass dieses Paar so nahe an der Wandelbahn und damit in unmittelbarer Nähe von Menschen brütet. Aber, wie der wohl bekannteste Autor von Sachbüchern zum Thema Nordfriesland und Wattenmeer in den Amrum-News schreibt, hat das wohl Tradition. Georg Quedens über die “verrückten” Austernfischer.

 

Sherlock kommt bald wieder

Nach einem kurzen Intermezzo in das klassische London, entnommen aus dem Gedankenpalast des Sherlock Holmes, geht es in der vierten Staffel der Serie wohl sehr actionreich weiter. Anfang 2017 – vermutlich wieder um die Osterzeit – auch im deutschen Fernsehen zu sehen. Hier ein Trailer vorab. Moriarty kommt zurück. Irgendwie.

17. Juli 2016

Jimdo

In wenigen Wochen wird dieser Blog als Teil einer mit Jimdo erstellten Homepage weiterbestehen. Meine Suche nach einem Tool, mit dem sich ein Shopsystem, ein Blog, Fotogalerien etc. in einer Lösung kombinieren lassen, hat mit Jimdo ein Ende gefunden. Ich habe ja hier meinen Blog, auf shop.killert.de einen Shop, der auf Wordpress basiert und dann noch auf amrum.killert.de eine Fotogalerie. Das möchte ich alles in einer Lösung kombinieren. Dazu braucht es ein Tool, das den größten Teil der Vorzüge dieser drei separaten Lösungen vereint.

Die Macher von Jimdo haben sich das Konzept bei Rapidweaver/Stacks abgeschaut. Ohne Ahnung von HTML / CSS oder Javascript haben zu müssen, werden die Seiten vom User in einzelnen Modulen zusammengebastelt. Die Schwachstellen von Wordpress und Rapidweaver – entweder zu unübersichtlich oder ohne vernünftiges Shopsystem zum Verkauf von z.B. ebooks – gibt es dort nicht. Für relativ moderate Preise kann das in der Basisfunktion kostenfreie Jimdo um einen Shop ergänzt werden.

Jimdo_Appetizer

So wird killert.de in einigen Wochen aussehen …

Die einzige Herausforderung: wie integriere ich meinen bestehenden Google-Blog in Jimdo? Da habe ich zunächst meine alte Idee, den RSS Feed zu missbrauchen verfolgt – es geht aber einfacher. Per IFRAME wird der Blog, von dem ich alle Verzierungen entfernen werde, in die neue Seite eingebaut. Ruft jemand meine Blogspot-Seite direkt auf, erkennt ein Script, dass Blogspot nicht im IFRAME aufgerufen wurde und macht einen automatischen Refresh auf die Jimdo-Seite.

Im Moment übertrage ich alle alten Inhalte auf die Jimdo-Seite. Herzstück wird der “CODE-IS-POETRY” Teil werden, in dem ich Office-AddIns verkaufen werde. Das bedarf aber noch einiger Vorbereitungen.

Jimdo scheint eine der Lösungen zu sein, die den modularen Aufbau von Webseiten als Online-Lösung ohne separate lokale Software brauchbar umgesetzt haben. Die Funktionen sind nicht überladen und sehr einfach gehalten. Wenn sich die Macher keine groben Patzer erlauben, dann wird das auch längerfristig sehr interessant sein.

www.jimdo.com

11. Juli 2016

Image Composite Editor

Ich hatte nach meinem Amrum-Urlaub versucht, aus ganz vielen RAW Bildern, aufgenommen auf der Aussichtsdüne in Wittdün, ein großes Panorama-Bild zu machen. Das war mir nicht gelungen und es lag an der Software. Das weiß ich jetzt, denn ich habe eine sehr faszinierende, kostenfreie Software von Microsoft gefunden, mit der ich tatsächlich ein beeindruckendes Panoramabild machen konnte.

Die Software heißt Image Composite Editor und kann hier heruntergeladen werden.
Die Software ist selbst erklärend und arbeitet sehr präzise und schnell. 50 RAW Bilder, zusammen ca. 1GB Größe wurden in 10 Minuten zu einem Panorama zusammengesetzt.
Photosynth selbst ist nicht das Programm – ist die Community in die man die fertigen Fotos hochladen kann (Vergabe der eigenen Nutzungsrechte beachten!), d.h. das Panoramafoto dieser Größe macht erst in dem passenden Viewer Spaß, denn es ist fertig und komprimiert mehrere hundert Megabyte groß.

Das Faszinierende ist nicht das Panorama, sondern die Möglichkeit, in die Tiefe zu zoomen. Man erkennt in meinem Foto sogar einzelne Möwennester in den Dünen, die mir bei den Einzelfotos gar nicht aufgefallen sind. Es geht also nicht darum, einfach nur Fotos aneinanderzureihen, sondern Tiefenwirkung zu erzielen. Diese Art der Foto-Manipulation ist eine Wissenschaft für sich. Und wenn man sich anschaut, was für großartige Meisterwerke schon bei Photosynth abrufbar sind, dann wirkt meine Amrumer Düne im Maßstab wie eine Briefmarke zu einem DIN A1 Plakat.

Das hier ist das Panorama. Für mehr Funktionen einfach meine Photosynth-Seite besuchen. Dort hatte ich heute ein Dejavu – ich habe mit Photosynth schon 2008 experimentiert und meine Fotos, aufgenommen auf dem Empire State Building in New York im Jahr 2002 dort hochgeladen.



Um das Panorama-Bild zu sehen, muss Silverlight im Browser aktiviert werden – Silverlight ist die Alternative zu Flash, zur Verfügung gestellt von Microsoft. Richtig cool ist das Bild vom Vollbildmodus – dazu auf den Button neben dem Pluszeichen klicken. Wie viele Möwennester finden Sie? Und wie viele Menschen sind auf dem Foto zu sehen? Keiner? – Ganz falsch. Schauen Sie mal genauer hin. Vielleicht finden Sie auch einen groben Fehler, den das Programm gemacht hat. Es hat aus einem der Foto ein Haus mitten in die Dünen montiert. Das Haus steht dort aber nicht. Aber man muss verdammt gute Augen haben, um das festzustellen.

10. Juli 2016

Eine Herausforderung. Aber nicht die meine …

Einmal im Jahr erhalte ich einen Kontoauszug von dem Unternehmen, bei dem ich vor knapp 20 Jahren eine Rentenlösung eingerichtet habe und in die ich seit dem fleißig einzahle. Lange vor dem ganzen Riester-Quatsch hatte ich einen einfachen Plan: wenn ich 58 Jahre alt bin – das sind noch ein paar Jahre, aber die Hälfte der Einzahlungen habe ich schon geleistet – bekomme ich entweder einen Betrag X ausgezahlt oder erhalte eine zusätzliche monatliche Rente mein Leben lang. Bei Vertragsabschluss wurde ein bestimmter Betrag garantiert und es gab die nicht garantierte Option sogenannter “Überschussbeteiligungen”.

Jahrelang wurde in dem jährlichen Kontoauszug neben dem Rückkaufwert und dem Garantiebetrag ein möglicher Auszahlungsbetrag aufgeführt, der auf den Überschüssen der letzten Jahre basierte. War dieser Betrag damals noch auf der ersten Seite groß und fett dargestellt, so wanderte er vor wenigen Jahren auf die Rückseite des Anschreibens und dieses Jahr ist alles ganz anders … .

Übersichtlich

Ja, das ist mir aufgefallen.

Jetzt muss man sich natürlich klarmachen, dass die Zinssituation vor 20 Jahren eine ganz andere war. Und es wurde auch immer gesagt, dass alle Extras, wie eben auch die sogenannten Überschussbeteiligungen, nicht garantiert sind. Das ist auch in Ordnung so. Ich selbst habe immer nur mit dem garantierten Betrag gerechnet. Und das allein wird schon eine immense Herausforderung werden.

Der vorher so werbeträchtige Betrag ist nun nicht nur verschwunden – in einem Nebensatz wird das gesagt, was Karl Marx prophetisch ausgedrückt hat und was nach meiner festen Überzeugung aufgrund der unfassbar hohen Verschuldungen und den nach wie ungebremsten Neo-liberalen Leitsätzen so bleiben wird: “Sobald die Produktionsmittel aufgehört haben, sich in Kapital zu verwandeln, hat der Kredit als solcher keinen Sinn mehr.”

Aber machen wir es nicht so kompliziert – meine Vertragsinformationen wurden ja verständlicher gemacht:

Zinsen

Wenn ich jetzt einen Auszug vor der Jahrtausendwende hier hereinstellen würde, dann würden viele meinen Blog für eine komplette Satire halten. Damals waren 4% wenig. Ganz wenig. Aber heute - 4% Garantiezins! Wo kriegt man so was? Will ich auch haben … . Wer weiß, wie viele Menschen solche Verträge hatten und sie mit falschen Riester-Versprechungen aufgelöst haben. Ich jedenfalls, ein Mensch der nicht glaubt, dass sich Geld von alleine vermehrt, jemand der glaubt, dass Geld sich noch nie alleine vermehrt hat und alle medienwirksamen Anlagen immer nur Augenwischerei waren und sind, die in Finanzkrisen und ihren vielen Zusammenhängen teuer erkauft werden, aber immer zahlt jemand dafür, das ist seit Jahrhunderten so – ich lehne mich entspannt zurück und bin gespannt, wie mein Vertragspartner die garantierten 4% in den kommenden 17 Jahren für mich, nur für mich, erwirtschaften will. Eine Herausforderung, aber nicht die meine … .

9. Juli 2016

Wireless Music

Vor knapp vier Jahren hatte ich mir ein “Go+Play” von Harman Kardon gekauft. Das ist ein Abspielgerät für iPODs. Man legt den IPOD in das Gerät ein und hat einen satten, basslastigen Sound, der problemlos die ganze Straße beschallen kann.

Der Hersteller hat vor einiger Zeit dieses Gerät auf Bluetooth umgerüstet, d.h. es braucht keinerlei physische Verbindung mehr. Die Musik kann drahtlos auf das Gerät gestreamt werden. Da ich mir aber kein neues Gerät kaufen wollte, aber eben nicht nur meinen IPOD Classic (der hat kein Bluetooth) als Quelle für Musik nutzen wollte, stellte sich die Frage, wie ich das anstellen kann. Der erste Versuch mit einem einfachen Bluetooth Adapter aus China, der auf die 30Pin IPOD Schnittstelle passt, war ein Fehlschlag. Manchmal hat man ja Glück mit solchen 5,- EUR Gerätschaften. In diesem Fall nicht. Die Verbindung war viel zu ruckelig – völlig unbrauchbar.

Jetzt habe ich ein wenig mehr ausgegeben und für knapp 50,- EUR einen Bluetooth Adapter vom gleichen Hersteller gekauft. Dieser Adapter nutzt nicht die IPOD Schnittstelle, sondern den Klinkeneingang. Mein Fazit: erste Sahne! Auf dem Tablet 100 GB an Musik, alle meine MP3s, dazu Amazon Prime Music, die vielen Radio Channels aus dem Internet. Und alles drahtlos. Meine Lieblingsapp ist “Poweramp”, eine Art iTunes für Android. Mit sehr genialen Plugins für nur 50 Cent.

HarmanKardonSetupcp - Seite 1

Ein Tipp für alle, die ebenfalls einen alten “GO+Play” besitzen und das Problem haben, dass das Gerät nach 10 Minuten immer in den Standby geht. Die Ursache dafür ist, dass die Lautstärke an dem Gerät auf Maximum steht und sie vermutlich versuchen, die Lautstärke über das Quellgerät zu steuern. Das ist der Fehler. Der Maximum-Pegel bewirkt den StandBy. Lösung ist ganz einfach: Das Quellgerät auf maximale Lautstärke einstellen und die Laustärke über den “Go+Play” regeln. Das Gerät geht nicht mehr in den StandBy-Modus.

Noch ein Tipp: wer gerne Musik im Hintergrund laufen lässt, seine eigene kleine “Lounge” gestalten möchte, der ist am besten mit der App von “Klassik-Radio” bedient. “Klassik-Radio” umfasst nicht nur klassische Musik mit eigenen Channels für Mozart, Beethoven etc., sondern auch leichtem Jazz, Lounge, Lounge-Musik oder 24 Stunden Naturgeräusche.

DSC01643

Als Ergänzung: so ein Adapter funktioniert natürlich auch mit Geräten anderer Hersteller. Der Bluetooth Adapter wird per Klinke oder Cinch verbunden. Solche Schnittstellen haben nahezu alle Stereoanlagen. So kann man seine alte Anlage, für die man vielleicht mal viel Geld ausgeben hat, auf Wireless Music umrüsten.

6. Juli 2016

Coming soon

CodeIsPoetry_LogoNeuWhiteVor einigen Wochen hatte ich von den VSTO Tools für Visual Studio und der Firmenpolitik von Microsoft und deren Entwicklerwerkzeuge berichtet. Als VBA Junkie, der mit Erweiterungen von Microsoft Office jeden Tag zu tun hat, war diese Freigabe der passenden Tools etwas, dass in jeder Hinsicht neue Horizonte eröffnet hat. Ich baue mir jetzt meine eigenen Office Erweiterungen. Die Verschmelzung von Ambition und Erfahrung. Code is Poetry.

Das erste Ergebnis ist jetzt kurz vor der Fertigstellung. Ich habe es “AutorTools” genannt und es ist eine bahnbrechende Erweiterung von Microsoft Word. Neben einem ePub Export, einem Export nach HTML on-the-fly (einfach über die Zwischenablage) gibt es auch einen sogenannten RSS Distiller, der aus Blog-Einträgen ein Word Dokument macht. Es gibt eine Datenbank im Hintergrund, die die Arbeitsschritte eines Users dokumentiert, eine Zitatsammlung, eine Normseitenformatierung, einen Blindtextgenerator und einen Export der Dokumentstruktur als MindMap. Selbst ein Export ins Schriftsatzsystem LaTeX oder als OPML Struktur ist möglich. Das mag sich für viele exotisch anhören, aber ich bin mir sicher, es gibt viele Menschen, die auf so ein Tool gewartet haben.

WINWORD_2016-07-06_19-53-32

Neben der Implementierung der letzten fehlenden Funktionen arbeite ich derzeit an der Dokumentation dieses Tools und an ersten Screencast Videos, die aus diesen abstrakten Beschreibungen die praktischen Anwendungen darstellen. Das geht immer nur Schritt für Schritt. Daher gibt es im Moment auch nur spärlichen literarischen Fortschritt.

Mit einer ersten “Beta”-Version rechne ich ab August – dann gebe ich dieses Tool an einige Vielschreiber, die im Moment von Ihrem Glück noch gar nichts wissen. “AutorTools” wird code-is-poetry.de bereichern, eine Seite auf der ich derzeit nur einen kaum wahrgenommenen Rapid-Weaver Stack zum Kauf anbiete. War aber eh nur eine Spielerei.

28. Juni 2016

ePapers im Alltag

Als Freund von eBooks und Streamingdiensten bin ich an allem interessiert, was Platz spart und Wissen, Kultur und Unterhaltung elektronisch bereitstellt. So war ich diesen Sonntag nicht zu meiner regelmäßigen Tour an den Siegburger Bahnhof aufgebrochen. Dort ist nämlich der weit und breit größte Zeitschriftenladen hier in der Gegend. Neben Zeitschriften, die ich fast immer kaufe – ein Abo kommt nicht in Frage, weil ich die Zeitschrift doch immer nach Themen durchblättere – kaufe ich auch oft ein Exemplar einer Zeitschrift, die ich vorher noch nicht kannte. So lernt man dann “Cicero”, “Monopol”, “Page” oder “Brand Eins” kennen. So hänge ich da 30-45 Minuten in dem Laden herum und kaufe dann ein oder zweimal im Monat einige Magazine.

Diese Zeitschriften bieten jetzt aber mittlerweile alle ihre eigenen Apps an. Das sind eigene Lese-Apps in denen man die jeweiligen Zeitungen auch kaufen kann. Meist heißt die App genauso wie die Zeitschrift selbst und findet sich im GooglePlay bzw. Apple Store. Das Herumblättern vor dem Kauf ist dadurch gewährleistet, dass man das Inhaltsverzeichnis und einige Seiten als Appetithäppchen lesen kann.

Eine App jedoch sticht besonders hervor, denn sie bietet nicht nur eine Zeitschrift oder die Zeitschriften eines Verlages an, sondern über 5.500 verschiedene Zeitschriften. Mit dabei sind die bekanntesten Magazine aus Europa und den USA und auch immer mehr deutsche Magazine. Ich habe mir diese App namens “Zinio” mal genauer angesehen, denn in ihr kann man das Arte-Magazin als ePaper laden. Und ich muss sagen, dass ich nichts auszusetzen habe. Sowohl auf dem Tablet, als auch auf dem PC/Mac.

Das ist natürlich sehr verlockend – mal eben eine Ausgabe vom amerikanischen “Rolling Stone” Magazin kaufen, eine Ausgabe vom “New Yorker” oder “Outdoor Photographer” – naja, da muss man sich zügeln. Gezahlt wird bei “Zinio” übrigens mit einer hinterlegten Kreditkarte. Die anderen Apps nutzen jeweils die Zahlungsoption, die man bei Google oder Apple hinterlegt hat bzw. der Betrag wird von einem über Gutscheinkarten aufgeladenem Betrag abgezogen. Eine Zeitung zu kaufen ist nichts anderes, wie eine App zu kaufen. Die Inhalte werden als sogenannte “In-App”-Käufe realisiert.

zinio

Die Zinio App unter Windows

Zu den anderen Apps, denen für jeweils spezielle Zeitschriften, z.B. das “Philosophie-Magazin”, habe ich Anfragen versendet, denn bei Android Geräten ist der Kauf der Zeitschrift nicht an eine ID, sondern an ein Gerät gebunden. Ich kann dort also nicht die Zeitschrift auf mehr als ein Gerät laden. Und es ist mir auch nicht ganz klar was passiert, wenn man sich irgendwann ein anderes Tablet kauft. Da müssen die Käufe ja auch zur Verfügung stehen. Ich bin gespannt, welche Antwort ich erhalte.

Bei “Zinio” scheinen die Käufe an die Google ID gebunden zu sein und sind damit auf allen Geräten, die mit dieser ID arbeiten abrufbar. “Zinio” hat außerdem eine App, die unter Windows oder auf dem Mac läuft. D.h. man kann seine Zeitschriften auch auf dem großen Rechner lesen.

Bei Musik und Filmen bin ich mittlerweile komplett auf elektronische Medien umgestiegen. Bei Büchern – wenn es nicht gerade Fotobücher/Ratgeber sind – eigentlich auch. Bisher gab es bei mir nur noch Zeitschriften in Papierform. Ich denke, dass mein positiver erster Eindruck zu diesen Apps dazu führen wird, dass ich mich auch bei diesem Medium vom Papier entfernen werde, denn alle Apps haben Lesezeichen und Suchfunktionen. Bei einigen können auch Notizen eingefügt werden. Die Vorteile überwiegen. Ich werde über die Alltagstauglichkeit berichten.