26. September 2016

Whatever. Nevermind.

Es sind unglaubliche 25 Jahre vergangen. Und es sind daher keine Kindheitserinnerungen mehr. Nicht mal pubertäre Erinnerungen. Nein, es sind die Erinnerungen an der Schwelle zum Erwachsenwerden. Kurz bevor es in die letzten Jahre zum Punktesammeln für das Abitur ging.

Es gibt nur zwei oder drei Generationen, die eine derartige musikalische Explosion erlebt haben. Vielleicht die erste Generation mit der Niederkunft der Beatles, dann der Punk Mitte/Ende der 70er Jahre und eben meine Generation. Heute vor genau 25 Jahren wurde „Nevermind“ das zweite Album von Nirvana veröffentlicht. „Smells Like Teen Spirit“ ist eine musikalische Offenbarung. Bis heute.



Rückwirkend sehe ich heute vieles anders. Mir gehen die Interviews des von Selbstzweifeln zerfressenen Kurt Cobain ziemlich auf den Sack. Und auch sein Abgang ist aus heutiger Sicht eher dämlich denn heroisch. Musikalisch aber sind die drei Studioalben von Nirvana unfassbar gut. Bei mir kam noch hinzu, dass wir in unserem kleinen, dummen Troisdorf eine Jugendkultur hatten, selbstorganisiert, intelligent, kreativ, die nicht nur Nirvana sondern auch die vielen anderen musikalischen Auswüchse des Grunge regelrecht zelebriert hat. Die bis heute bestehenden genialen Pearl Jam, Smashing Pumpkins, Soundgarden. Auch der Eingang von Metal in den Mainstream mit dem schwarzen Album von Metallica oder Offenbarungen wie Sepultura oder Pantera fallen in diese Zeit. Gerade für mich, der eigentlich eher ein Faible für elektronische Musik hat und hatte, eine tolle Alternative.  Eine tolle Zeit, an die ich mich gerne erinnere. Mir tun die Generationen leid, die so eine Offenbarung nicht erlebt haben.

Etwas Wehmut schwingt damit. Von mir, einem alten Sack, tief drin immer noch die Anschauungen von damals. Viel hat sich nicht geändert seit diesen Tagen. Eine Generation X hätte heute noch mehr Anlass zur Resignation. 

„I found it hard, it´s hard to find, oh well, whatever … Nevermind.”


24. September 2016

Dance Like Nobody Is Watching

Wenn ich erzähle, dass ich Bücher in Eigenregie veröffentliche, dann kommt meist als erste Frage nicht, was ich schreibe und worüber ich schreibe. Die meisten Menschen fragen zu allererst, ob ich davon lebe und wieviel ich damit verdiene.
Dazu muss ich einfach mal ganz grundlegend sagen, dass ich
  1. … niemals ein Buch schreibe, um es zu verkaufen. Wer es nicht glaubt, dem kann ich nur die zahlreichen Geschichten hier in hunderten Blogeinträgen nahelegen – für diese Form der Kreativität werde ich niemals Geld bekommen und das ist völlig OK so.
  2. … noch nie, egal von welchem Autor, ein gutes Buch mit dem Vorsatz, damit Geld zu verdienen, geschrieben wurde. Die meisten guten Bücher haben Jahre vor ihrem Erfolg existiert und für einen Autor wäre es einfach nur naiv, mit dem Vorsatz, materiellen Erfolg haben zu wollen, ein Buch zu schreiben.
  3. ... ich auch dann Bücher schreiben würde, wenn kein einziger Mensch außer mir sie lesen würde. Kreativität als Ausdruck von Sublimation ist wie ein Grundbedürfnis. Man würde ja auch nicht aufhören zu essen, nur weil einem niemand dabei zusieht. Es gilt also der Vorsatz: „Dance like nobody is watching“.
  4.  ... über ein dickes Fell verfüge, besonders dann, wenn Menschen meine Texte überfliegen, am besten so nebenbei während anderer wichtiger Tätigkeiten und sich dennoch eine Meinung anmaßen. Ich habe mir schon die absurdesten Dinge über mich und mein Schreiben anhören müssen. Mich wundert dann immer nur, dass sogar Menschen, die garantiert noch nie in ihrem Leben ein Buch gelesen haben, eine Meinung glauben haben zu müssen. Leider ist das nicht nur so, wenn es um die Text eines Dorfpoeten geht. Wir leben generell in Zeiten, in denen es heißt: Bild Dir Deine Meinung, aber lass Dich nicht von Fakten verwirren.
Als weiteres Argument – aber eher nebensächlich – gilt natürlich die Tatsache, dass ich einen Brotberuf habe. Der Kreative ist also ganz gut im Spannungsverhältnis zwischen Beruf und Berufung aufgehoben, auch wenn die zeitliche Gewichtung eine andere sein könnte. Aber das geht glaube ich jedem Menschen so. Selten fallen Beruf und Berufung in einer Tätigkeit zusammen.

Es hat aber einen Grund, warum ich diese Argumente hier anbringe. Es gibt neben diesen Vorsätzen natürlich auch eine reale Komponente. Einmal im Monat frage ich auf Amazon meine Verkaufszahlen ab und halte sie in einer kleinen Tabelle fest. Und da gibt es seit einigen Wochen eine überraschende Tendenz. Normalerweise verkaufe ich von meiner „Justitia“-Krimiserie pro Monat 3-12 Exemplare. Es gab auch schon mal Monate, da habe ich gar nichts verkauft. Jetzt sieht es so aus, dass ich mit mehr als 20 Exemplaren pro Monat da drüber liege. Alles völlig ohne Werbung. Was mich aber noch mehr überrascht – und da passt dann die materielle Komponente zu meinen Vorsätzen: es ist deutlich zu sehen, dass nach einem Verkauf des ersten Teils für 0,99 EUR die anderen Teile „nachgekauft“ werden. Ich kann leider nicht erkennen, ob es sich dabei um ein und dieselbe Person handelt. Diese Schlussfolgerung liegt aber nahe. Warum sollte sich jemand Teil 2-5 kaufen ohne den ersten Teil zu kennen? Daraus wiederum lässt sich folgern, dass „Justitia“ als Serie angenommen wird, sobald der erste Teil gelesen wurde. Es kommt also so gut wie gar nicht vor, dass jemand nur den ersten Teil liest und es dann aufgibt. Natürlich gibt es noch einen Unterschied zwischen „gekauft“ und „gelesen“ – das ist mir klar.

Aber weg von meinen Büchern, hin zu „code-is-poetry“. Hier entwickeln sich auch so langsam die Bemühungen, das bisher einzige angebotene Produkt bei Google weiter vorne zu platzieren. Mit den wichtigsten Suchbegriffen „excel umrechnungskurse addin ezb“ wird meine Seite als 15. Ergebnis, also bereits auf der zweiten Seite der Suchergebnisse, gelistet. Das Problem ist nach wie vor, dass ich keine Möglichkeit sehe, die besondere Eigenart dieses Tools darzustellen. Es gibt zahlreiche Tools, um in Excel die Kurse für einen bestimmten Tag und eine bestimmte Kombination abzurufen. XcelPack1 ist aber sowohl in den Kombinationen und den Zeiträumen in allen Varianten flexibel. Dieses Tool ist also nur für Excel-Akrobaten interessant, die genau diese Flexibilität benötigen und ständig aktuell sein müssen.


Ich gewisser Weise bin ich noch ganz am Anfang. Kleine Schritte. Zwischen „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“ und „Dance Like Nobody Is Watching“ besteht also ein direkter Zusammenhang … .

18. September 2016

Feiner Fernsehmoment

Wenn ich mich für eine Lieblings-Serie entscheiden müsste, dann ist es „The Newsroom“ von HBO. Diese Serie finde ich sogar noch ein bisschen besser wie „House Of Cards“ oder „Game Of Thrones“. Leider ist die Serie nach drei Staffeln eingestellt worden.

Es gibt eine Szene in der ersten Staffel, die ich in ihrer Dramaturgie richtig genial finde. Bevor Sie das unten verlinkte Video starten, einige Infos. So verstehen Sie die Zusammenhänge, ohne die Serie und die Darsteller im Detail kennen zu müssen.

Die Szene spielt im „Newsroom“ des fiktiven Nachrichtensenders „ACN“. Eine gelangweilte Maggie Jordan, Redakteurin in der Redaktion der 20 Uhr Nachrichten, sitzt vor dem Monitor, auf dem Eilmeldungen verkündet werden. Sie wird dabei von ihrem Chef Jim Harper beobachtet. Plötzlich läuft sie aufgeregt in das Büro des Anchor-Man Will McAvoy und zur Chefproduzentin der Sendung. In wenigen Sekunden ist die gesamte Redaktion in Aufruhr. Jemand hat auf die US-Kongress-Abgeordnete Gabriel Giffords geschossen. Charlie Skinner, der Nachrichtenchef kündigt per Telefon an, dass man in wenigen Minuten mit einer Sondersendung das laufende Programm unterbrechen wird.

Während alle hektisch versuchen, die Fakten zu sortieren und die Sondersendung beginnt, kursiert das Gerücht, dass die Politikerin bereits tot sei. Alle großen Nachrichtensender greifen dieses Gerücht auf, nur ACN nicht. Der Chef des Konzerns ist außer sich, denn jede Sekunde, in dem ein Sender nicht aktuell ist, verliert er Zuschauer. So läuft nun mal das Geschäft.

Aber schauen Sie, was nun passiert. Mir gefällt die Dramaturgie, die musikalische Untermalung mit Coldplay und die vielen kleinen Szenen (Vorbereitung einer Info-Grafik, die Mimik der Akteure usw.):

13. September 2016

Depeche Mode - Erster Nachtrag

Bisher scheinen die Neuigkeiten zu Depeche Mode doch nicht allzu spektakulär zu sein. Das neu aufgelegte Artwork aus den 80er Jahren gehört tatsächlich zu der angekündigten Sammlung aller bisher erschienenen Videos aller Singles seit 1981. Die ganz alten Sachen, die es derzeit nur noch in sehr bescheidener VHS Qualität gibt, wurden digital aufbereitet. Die Sammlung umfasst drei DVDs und erscheint am 11. November.

Diese Ankündigung lässt derweil die Frage offen: wie steht es mit neuem Futter für die Fans? Dazu nach wie vor keine fundierten Fakten. Dave Gahan wurde im März in Kalifornien gesichtet und hat dort vermutlich Martin Gore besucht. So begannen die Aufnahmesessions bei Depeche Mode in den letzten Jahren immer. Seit einigen Monaten wurden die beiden in Manhattan mehrfach gesichtet. Dort lebt Dave Gahan. Man vermutet, dass sich die Band im Electric Ladyland Studio einquartiert hat. Einige Twitterfotos von diversen unterstützenden Musikern und Technikern, vornehmlich mit analogem Synthesizer-Equipment, lassen diesen Schluss zu.

Dass es noch keine Neuigkeiten gibt könnte bedeuten, dass die Band an einem größeren Projekt arbeitet. Schon bei "Sounds Of The Universe" sollte eigentlich ein Doppelalbum gemacht werden. Heraus kam "nur" ein normales Album mit sechs zusätzlichen Tracks in einer Bonus-Edition. Aber, alles nur Spekulation. Erstmal gibt es neues, aufbereitetes Futter mit einigen Extras in der Video Collection.

12. September 2016

Depeche Mode

Viele Besucher kommen auf meine Seite mit dem Namen meiner Lieblingsband als Keyword. Kein Wunder, denn ich berichte ja sehr oft von den Königen des Synthiepop.

In dem letzten Jahr gab es allerdings kaum Neuigkeiten. Martin Gore hat wohl einen Song beim neuen Album von "The Mission" gesungen und Dave Gahan hat bei einem David Bowie Tribute mitgewirkt. Man weiß, dass die Band seit März/April wieder im Studio ist, um an einem neuen Album zu arbeiten. Erstaunlich ist, dass dazu bis heute so gut wie keine Infos nach außen gedrungen sind. Selbst der Name des Produzenten wurde bisher offiziell nicht bestätigt - es soll aber James Ford (Artic Monkeys, Florence & The Machine) sein.

Dann wurde letzte Woche bekannt, dass im November eine Single-Collection mit allen Singles und den dazugehörigen Videos von 1981 bis 2013 erscheinen wird. Von Depeche Mode gab es bisher nur auf VHS die Sammlung Singles 81->85 und auf DVD Singles 86->96. Diese Sammlung wird also alles umfassen und die ganz alten Sachen, die die Bandmitglieder im liebsten im Giftschrank hätten verschwinden lassen wollen, werden jetzt auch in dieser Sammlung zusammengestellt. Geldmacherei der Plattenfirma (Sony hat jetzt die Rechte am Backcatalogue von Depeche Mode) oder dokumentarischer Wert zum Ausklang der Karriere?

Gestern hat die Band dann über die Social Media Kanäle drei Artworks auf die Fangemeinde losgelassen. Die drei Bilder stammen aus der Phase von 1983/84. Jetzt spekulieren alle, was das bedeutet. Ist das nur eine Anspielung auf die Video-Collection oder steckt viel mehr dahinter?


Angeblich gibt es in den kommenden Tagen weitreichende Neuigkeiten. Sogar das Rolling Stone Magazin spekuliert über eine Rückkehr des schmerzlich vermissten Alan Wilder, der 1994 die Band verlassen hatte. Warum? - Weil dieses Artwork zu den ersten Veröffentlichungen mit Alan Wilder gehört. Diese Gerüchte gibt es seit Jahren, waren aber bisher nur in den Threads in den Fan-Foren zu finden.

Nun, es gibt verschiedene Möglichkeiten, was diese Andeutungen bedeuten könnten. Ich habe auch eine Vermutung. Die sage ich hier aber nicht, denn wenn ich falsch liege könnte das sehr albern wirken. Ich werde in den kommenden Tagen berichten.

11. September 2016

Tiefenschärfe

Recherchen, wie ich sie vor einigen Wochen ja abgeschlossen hatte, sind für den Plot der Handlung eines Buches unerlässlich. Das war bei AMOR SIMPLEX so, aber auch bei vielen kürzeren Geschichten wie etwa ZEITLOSER ENGEL zu der ich nahezu alles gelesen hatte, was ich über Sophie Scholl in Erfahrung bringen konnte. Dder DAS GANZE HERZ in dem es um die Liebesbeziehung zwischen dem Schriftsteller Erich Maria Remarque und Marlene Dietrich ging (und über viel mehr darüber hinaus).

Die Recherchen zu meinem nächsten Buch hatte ich ja hier in aller Ausführlichkeit dargelegt. Nachdem ich mich in den letzten Wochen etwas mehr meinen code-is-poetry Projekten gewidmet habe, habe ich jetzt angefangen, die ersten längeren Passagen zu schreiben. Ich habe bewusst eine Phase eingelegt, in der ich die Eindrücke habe sacken lassen. Die großen Zusammenhänge, die hängen geblieben sind, sind sowieso wichtig. Aber spannend dürfte sein, welche Kleinigkeiten der Recherchen jetzt ihren Weg in diese Geschichte finden werden. 

Dorfpoet at work.

Allein um alle Fakten und Zusammenhänge auszukleiden und in Prosa zu setzen, werden diese Passagen ziemlich umfangreich sein. Das Format werden einzelne Kapitel sein, die den Leser zu ständigen Zeitsprüngen mitnimmt. Was zunächst schwierig erscheinen mag wird aber ganz schnell zu einem roten Faden werden. Das Problem ist ein ganz anderes.

Ich muss den Leser einerseits abholen, d.h. ich kann nicht voraussetzen, dass jeder Leser weiß, was mit dem Datum 2. Juni in der Deutschen Geschichte verbunden wird. Andererseits darf der Text nicht schulmeisterlich rüberkommen, sondern die Fakten müssen in die Biographie der einzigen Person, die ich erfunden habe, hineingelegt werden. Das wiederum führt zu einer Ausuferung der Thematik an sich. Denn so vielfältig die Fakten der Nachkriegszeit sind, so vielfältig und dramatisch muss dann ja auch diese Biographie sein. Die Handlung muss daher extrem dicht sein. Es passiert sehr viel in den ersten Kapiteln, es ist alles wichtig, was passiert und neben der Schwierigkeit, diese Dichte während des Schreibens durchzuhalten ist die Bewahrung des Überblicks für mich selbst. 

Die ersten beiden Novemberwochen stehen ganz im Zeichen dieses Textes. Und auch wenn ich jetzt loslege, wird es noch sehr lange dauern, bis etwas Fertiges dabei herauskommt. In diesem Jahr wird das definitiv nichts mehr. Dieses Jahr wird es nur noch die längst überfällige eBook Ausgabe von AMOR SIMPLEX geben.

4. September 2016

SEO



Jetzt, wo ich eine annehmbare Lösung als Integration von Blog, Shop und Info-Seiten gefunden habe, stellt sich natürlich die Frage, wie mache ich meine Seite bekannter? Dabei kommt es mir nicht auf jeden Blogeintrag an, sondern vor allem darauf, die Produkte bei code-is-poetry so zu beschreiben, dass sie von Google zuverlässig gefunden und dargestellt werden.

Das Thema „SEO“ (Search Engine Optimization) ist eines der Schlüsselthemen unserer Zeit. Denn ein Unternehmen ist umso erfolgreicher, je weiter es sich im Ranking der Google-Seiten etabliert. Wie also legt Google diese Reihenfolge fest? Das ist das große Geheimnis eines sich ständig verändernden Algorithmus, mit dessen Ergründung wiederum zahlreiche Informatiker und Dienstleister ihr Geld verdienen. Ich selbst habe mir auch zwei richtig dicke Wälzer zu dem Thema gekauft. Aber hier ist Vorsicht das Gebot der Stunde – es gibt letztlich niemanden, außer den Machern bei Google selbst, die das Geheimnis kennen. Vermutlich ist es auch nicht nur ein Geheimnis. Es ist die Verzahnung verschiedener logischer Elemente.

In den Anfangszeiten des Internets reichte es, wenn man die wichtigsten Suchbegriffe (wir alle wissen, welche schlüpfrigen Begriffe gemeint sind) als Meta-Keywords in den Header seiner Seite eingetragen hat. Heute ist es so, dass die meisten Experten der Auffassung sind, dass diese Keywords gänzlich nutzlos sind. Die Keywords werden vielmehr durch die Verteilung semantisch zusammenhängender Schlüsselwörter im Inhalt selbst von Google generiert. Entscheidend ist dabei, wie gut die Beschreibung der Seite zu diesen Keywords passt. Beispiel: Ich schreibe eine Rezension über ein bestimmtes Buch. Die Beschreibung, die ich für Google hinterlege, beinhaltet jedoch weder den mindestens 10mal im Text erwähnten Namen des Autors, noch den Titel des Buches selbst. Die Indexierung durch Google ist dann nicht optimal.

Diese Art der Optimierung nennt man „On-Site“ Optimierung. Zu ihr gehört auch, dass die Seite regelmäßig auf Inkonsistenzen geprüft werden sollte (tote Links, fehlende Medien). Lange Zeit hatte man auch den ALT Tag von Bildern im Verdacht – ein konsequentes Nutzen dieses Tags deute auf eine konsequente Pflege der Seite hin und die Seite stiege damit im Ranking. Meine Recherchen haben ergeben, dass das eher drittrangig ist.

Sehr wichtig scheint seit einiger Zeit die „Breadcrumb-Navigation“ zu sein. Seiten, die das bereits optimiert haben zeigen so etwas:

Breadcrumb-Navigation

Das ist die direkte Verlinkung eines Inhaltes innerhalb einer XML Struktur. Google nutzt zur Indexierung XML und bezieht diese aus den Sitemaps einer Seite. Diese Sitemaps sollten von allen bekannten Content Management Systemen sauber erzeugt werden. Was „sauber“ bedeutet erklären die Google Webmaster Tools

Die „Off-Site“ Faktoren sind jedoch ganz entscheidend. Nach wie vor ist die Verlinkung einer Seite das Top-Kriterium, um im Ranking bei Google aufzusteigen. Je öfter und je qualitativ hochwertiger ein Inhalt verknüpft ist, desto höher steigt er im Ranking. Auch hier hat Google seinen Algorithmus entscheidend weiterentwickelt. Konnte man früher noch sich selbst verlinken oder irgendwelche Referenztexte mit einem Link im Internet platzieren, so erkennt Google, ob der Link fundiert ist, also quasi aus einem eigenen Inhalt heraus platziert wurde. Ist das der Fall ist das ein fettes Plus im Ranking.

Da ich meine Seiten jetzt umgestellt habe, habe ich ein ganz besonderes Problem. Meine bisher wichtigsten, am meisten besuchten Beiträge hatten eine fest zugeschriebene Adresse. Die waren bei Google unter www.killert.de bzw. www.kultur-magazin.de indexiert. Diese Domainen „schweben“ im Moment im Raum und sind nur als einfache Weiterleitungen eingerichtet. Sie sind im Ranking bei Google gar nicht mehr vorhanden. Zu lösen ist das Problem über die Änderungen der Nameserver bei meinem Domain-Anbieter. Dort werden die Name-Server von Jimdo hinterlegt und dann gibt es eine Verlinkung auf die Jimdo-Seite innerhalb der Domain-Namen. Das hat jedoch einen Rattenschwanz an Arbeit zur Folge. Sämtliche Subdomain (z.B. amrum.killert.de) werden dann nicht mehr funktionieren und auch E-Mail Adressen dieser Domainen müssen zeitnah neu eingerichtet werden.

Dann müssen Sitemaps neu eingerichtet werden, GoogleAnalytics braucht neue Zieladressen und es braucht Geduld. Für mich besteht zum Beispiel eine Herausforderung darin, in der Platzierung von XcelPack1 in die höheren Ebenen von Google aufzusteigen. Wer die Begriffe „Wechselkurs“ und „Excel“ eingibt, wird derzeit keinen Hinweis auf XcelPack1 finden. Das müssen aber die zentralen Begriffe sein, die zu meiner Seite führen sollen. Die Schwierigkeit hierbei ist jedoch, dass das XcelPack1 nicht einfach nur Wechselkurse anzeigt. Das können hunderte andere Tools auch. XcelPack1 stellt aber Millionen von möglichen Kombinationen bereit, die eben nicht einzeln abgefragt werden müssen – dieses Tool hat nicht die Menschen zur Zielgruppe, die mal eben einen Kurs abfragen müssen, sondern es ist für diejenigen interessant, die Kurse dynamisch in sich ständig veränderten Zeiträumen benötigen. Wie wird es mir gelingen, diese Besonderheit mit den eher einfachen, abstrakten Keywords „Wechselkurs“ und „Excel“ zu verbinden? Naja, vielleicht über einen Blogeintrag, der genau das zum Inhalt hat und auch bei Google im Index landet … ;-)

30. August 2016

Support from a Killer ;-)

Ist schon etwas älter, aber sehenswert: Das passiert, wenn amerikanische Kollegen nicht nur meinen Nachnamen mit meinem Vornamen verwechseln, sondern auch noch das "T" aus dem Nachnamen weglassen.


28. August 2016

Zusätzlicher Blog / Kurzes Update

Da in letzter Zeit verstärkt Posts hier auftauchen, die sich mit Programmieren und meinen code-is-poetry Projekten beschäftigen, diese Posts aber gleichzeitig nur einen kleinen Teil meiner Besucher interessieren, habe ich in der code-is-poetry.de Sektion einen eigenen Blog dafür eingerichtet.

Es wird sicherlich noch sehr viel mehr Postings dort geben - wer sich also für XcelPack1 & Co. interessiert wird sowieso den Weg zu diesen Seiten finden.

In meinem ersten Post dort berichte ich von den Änderungen, die bei der Installationsroutine für XcelPack1 notwendig waren. So gab es bereits das erste größere Update auf Version 1.10. Und ich denke, das Tool ist jetzt bereit, wirklich auf die Öffentlichkeit losgelassen zu werden.

Auch die Hörbücher "Große Herzen" und die eingelesene Erzählung "Stille Helden" sind jetzt hier im Shop verfügbar.

21. August 2016

XcelPack1

 

Ein großer Tag heute. Eine richtig gute Software gibt es jetzt bei code-is-poetry. Das ist der Anfang einer langen Reise, hin zu einem zweiten Standbein für den Dorfpoeten. Die zwei wichtigsten Dinge, mit denen ich mich jeden Tag beschäftige: Code und Literatur. Und ich setze sie gleich, mache mir das Leitmotiv der OpenSource-Bewegung zu eigen.

Dabei bin ich von OpenSource ganz weit entfernt. Mit dem XcelPack1 geht ein Produkt an den Start, das eben nicht OpenSource ist, sondern mit dem ich Geld verdienen möchte. Ein bisschen zumindest.

Wer jetzt denkt, “Ach, das gibt es bestimmt schon! Wechselkurse in Excel abrufen – klar gibt es das …!”

Nope. Gibt es nicht. Zumindest nicht als AddIn für Excel zu diesem Preis. Nicht tagesaktuell, nicht superschnell in der Berechnung von Durchschnittskursen. Nicht automatisiert. Sicher kann man auf zahlreichen Webseiten Wechselkurse nachschlagen – aber dynamisch integriert in der Excel-Arbeitsmappe? Das gibt es wirklich nicht in dieser Form, denn so eine Einbettung ist nicht ganz trivial. Ich muss es wissen, denn mein beruflicher Alltag ist seit Jahren von genau solchen Fragen geprägt. Und ich bin sicher es gibt Excel Akrobaten da draußen, die auf dieses Tool gewartet haben.

Neben dem XcelPack1 sind zwei andere Tools in der Mache. Jetzt kann man sich fragen, warum ich dazu ebenfalls Infos verbreite, auch wenn diese Tools noch nicht fertig sind. Das liegt daran, dass der Entwicklungsprozess von AutorTools und DataFork Teil des Produktes sind. Software ist nichts Statisches und neben den vielen Ideen und dem Stolz, etwas Produktives umzusetzen, schwebt auch immer die Angst vor den großen Bugs über der Tastatur des Dorfpoeten. Deshalb beginnt der Prozess der Entwicklung nicht erst mit einer Testversion, sondern viel früher – das Teilen von Ideen mit denen, die die Tools nutzen sollen, erschließt mir das, was man vielleicht in ferner Zukunft mal einen “Kunden” nennen kann … . So sehe ich das immer wieder auf vielen Seiten von Menschen, die ein ähnliches Ziel haben. Der Produktionsprozess wird dokumentiert – und das bindet eine potentielle Zielgruppe.

Aber genug geschwafelt. Einfach im Menu auf code-is-poetry –> XcelPack1 klicken. Und hier das XcelPack1 in Action: